Kindertraumatologie
Shownotes
In dieser Folge interviewt Dr. Philipp Schippers aus dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU) den Oberarzt und Host dieses Podcasts PD Dr. Sven-Oliver Dietz zum Thema Kindertraumatologie.
In diesem Podcast werden Inhalte der curricularen Lehre, aber auch Themen, die für Studierende der Humanmedizin und alle, die sich informieren wollen, interessant sind behandelt. Sven-Oliver Dietz, Oberarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU), ist Host dieses Podcast. Zusammen mit seinen Interviewgästen nimmt er Euch mit in den klinischen Alltag am ZOU, bespricht mit ihnen praxisnah relevante Krankheitsbilder, diagnostische und therapeutische Prinzipien sowie typische Fallbeispiele – fundiert, verständlich und auf Augenhöhe.
Wir freuen uns über Euer Feedback an knochenschrauber@unimedizin-mainz.de.
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00:00:08: Herzlich willkommen zu Knochen-Schrauber, dem Unfallchirurgie-Podcast aus dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universitätsmedizin Mainz für Studierende und alle Interessierten.
00:00:17: Unsere treuen Zuschauer werden es schon merken.
00:00:19: Hier ist heute eine andere Stimme, die das Intro spricht.
00:00:22: Mein Name ist Philipp Schippers, ich bin Assistenzarzt in unserer Klinik und ich habe heute die große Ehre, meinen Oberarzt, Privatdozenten Dr.
00:00:30: Sven Oliver Dietz interviewen zu dürfen.
00:00:32: Ich darf Olli sagen, denn wir arbeiten schon lange zusammen und kennen uns gut.
00:00:35: Olli, herzlich willkommen.
00:00:37: Vielen Dank für die netten Worte, Philipp.
00:00:38: Ich freue mich, dass wir über das Thema sprechen.
00:00:41: Das Thema heute, Kindertraumatologie, dein Spezialgebiet, Getting through the night.
00:00:47: Olli, Kinder, das sind ja keine kleinen Erwachsenen.
00:00:51: Was sind für dich so die wichtigsten Unterschiede bei Knochenverletzungen im Kindesalter?
00:00:56: Also einmal der Knochen des Kindes ist ja deutlich elastischer als der des Erwachsenen.
00:01:00: Das bedeutet, wenn Kinder hinfallen oder sich ein Knochen brechen, dann bricht er nicht so durch wie beim Erwachsenen, sondern hat durch seine Elastizität manchmal auch nur eine plastische Verformung.
00:01:11: Das nennt man dann eine Grünholz-Braktur.
00:01:15: Das kann man sich so vorstellen, wenn man im Frühling durch den Wald spaziert, wenn man als Kind versucht hat, von einem Baum Ast abzureißen und den zu zerbrechen.
00:01:23: Das ist irgendwie gar nicht gelungen, weil diese Baumrinde noch so kräftig war, dass der gar nicht kaputt gegangen ist.
00:01:28: Ähnlich ist es beim Kinderknochen.
00:01:30: Da ist eben auch das Periost, also die Knochenhaut.
00:01:34: deutlich dicker als beim Erwachseneknochen und hält da eine Menge aus.
00:01:39: Zum anderen wächst der kindliche Knochen den ganzen Tag.
00:01:44: Jetzt müsste ich in der SKD in der Gemeinschaft die Kindertraumatologen fünf Euro bezahlen, weil ich kindlicher Knochen gesagt habe.
00:01:50: Also es ist der Knochen des Kindes.
00:01:52: Der Knochen ist ja nicht kindlich.
00:01:54: Da ist man da sehr genau.
00:01:56: Also der Knochen des Kindes, der wächst ja den ganzen Tag, macht nichts anderes.
00:02:01: Und durch diese Wachstumshugen kann der Knochen auch gewisse Fehlstellungen ausgleichen im Wachstum.
00:02:08: Das ist aber für unterschiedliche Knochenregionen unterschiedlich viel.
00:02:11: Da darf man sich nicht blind drauf verlassen, sondern da muss man schon wissen, an welcher Stelle welcher Knochen wie viel ausgleichen
00:02:18: kann.
00:02:18: Also der Grundsatz, der Großmutter, das wächst sich schon wieder aus, der gilt nicht pauschal?
00:02:23: Nicht ganz pauschal, nein.
00:02:25: Also der gilt für den Handgelenk nahen Unterarm, gilt der sicherlich oder für den Schultergelenk nahen Oberarm.
00:02:32: An vielen anderen Regionen trifft er gar nicht zu.
00:02:36: Also gerade rund um den Ellenbogen kann man sagen, lieber keine Fehlstellungen belassen, sondern da wirklich gucken, dass die Achsen wieder in Ordnung
00:02:44: sind.
00:02:46: Gerade für mich als Assistenzsatz in der Nacht.
00:02:48: Da kommen ja oft Kinder, die sich einfach nur was geprält hat und ich will ja nicht jedes Kind röntgen.
00:02:54: Hast du eine grobe Take-Home-Message, wann muss ich röntgen?
00:02:58: oder wann kann ich vielleicht auch mal sagen, können wir mal kontrollieren am nächsten Tag oder einfach mal abwarten?
00:03:03: Also wenn ich ein Kind habe, das hingefallen ist, Schmerzen im Handgelenk zum Beispiel, hatten keine sichtbare Fehlstellung hat, dann reicht es sicherlich aus, ein Ultraschall zu machen, ganz ohne Bildgebung, finde ich kritisch, dann habe ich ja keine Diagnose, dann kann man natürlich das Kind mal in einer fixierenden Schienen, also meistens in einem Gips ruhig stellen bis zum nächsten Tag.
00:03:31: Ich denke aber, dass man um die Arzt Elternbeziehung auf ein gutes Level zu bringen, doch eine Diagnosefindung anstrebt.
00:03:43: Aber wenn ich im Ultraschall zum Beispiel das Handgelenkt, das ist total einfach zu lernen, also kann jeder Assistent innerhalb von einer halben Stunde lernen.
00:03:50: nicht, dass man es dann beherrscht, aber man weiß dann, wie soll es aussehen und wie sieht es aus, wenn es nicht richtig aussieht.
00:03:55: Keine
00:03:55: Scheu mal einen Scheikopf drauf zu halten.
00:03:57: Genau.
00:03:57: Also da kann man viel erkennen und wenn man da dann eine unverschomene Fraktur sieht, dann muss man die nicht zwingend röntgen, wenn man sich unsicher ist, natürlich, aber da kann man sich schon sehr sicher sein, was das Kind hat.
00:04:10: Okay, sehr
00:04:10: gut.
00:04:12: Lass uns doch mal ein paar Verletzungen durchgehen, die mir als Assistenzarzt so in der Notaufnahme begegnen können.
00:04:18: Da denke ich am Anfang vor allem an Eltern, die ganz besorgt ihr Kind mitbringen.
00:04:23: Die haben einmal Engelchen-Flieg im Park gespielt und jetzt hat das Kind schreckliche Schmerzen am Ellenbogen.
00:04:28: Was ist passiert?
00:04:30: Also dieser plössliche Zug am Ellenbogen, wie er beim Engelchen-Flieg auftritt, der führt zu einer Subluxation vom Radius Kopf.
00:04:40: Man nennt diese Subluxation des Radioskopfes beim Kind auch Schesenjagd-Elbogen oder Pronation Dolorös oder aber Nurse-Elbow.
00:04:50: Einen ist gemeinsam durch sich einen plötzlichen Zug am Unterarm der Radioskopf unter das Liegamentum Annulare subluxiert und die Kinder in einer schmerzhaften Pronationsstellung fixiert sind.
00:05:02: Muss ich die zum Röntgen schicken?
00:05:04: Also wenn die Anonyse eindeutig ist und das Kind diese schmerzhafte Pro-Nationsstellung hat, muss ich die nicht zum Röntgen schicken.
00:05:10: Da kann man einen Repositionsversuch machen.
00:05:12: Das bedeutet, das Kind hat eine schmerzhafte Pro-Nation.
00:05:15: Das heißt, ich bringe eine Subination über einen Druck gegen den Radiuskopf aus und mache dann eine forcierte Flexion.
00:05:23: Und ich bringe dann nochmal eine Extension danach.
00:05:26: Und in diesem Bewegungsablauf springt der Radiuskopf in fast allen Fällen wieder rein.
00:05:35: Das merkt man an einem wirklich spürbaren Plop, der ist sehr zuverlässig zu spüren.
00:05:41: Ganz selten, dass man den nicht spürt.
00:05:44: Nach einem Repositionsversuch schickt man dann die Kinder für eine Viertelstunde nochmal mit den Eltern raus, weil die weinen alle.
00:05:51: Klar, also da sind sie zum Arzt gebracht worden und dann kommt da so jemand an, Groß, weiß Herr Kittel.
00:06:00: Reist am Arm?
00:06:00: Reist
00:06:01: am Arm, der sowieso schon weh getan hat.
00:06:03: Keiner hat geholfen, also das Kind ist natürlich hochgradig entsetzt.
00:06:07: Und wenn die nach einer Viertelstunde wieder zu einem kommen mit den Eltern, spielen die allermeisten wieder mit dem Arm.
00:06:14: Wenn das nicht der Fall ist, dann kann man die Kinder mal zum Röntgen schicken.
00:06:18: Da bekommt man dann einen normal befunden.
00:06:21: Man kann natürlich auch einen Ultraschall des Ellenbogens machen.
00:06:24: Wobei der Ultraschall des Elmburgens beim schmerzgeplagten Kinn nicht so ganz trivial ist, aber Übung macht den Meister.
00:06:33: Genau, also man kann das schon beim Üben.
00:06:35: Und das Ultraschall geht es angenehm kühl, das tut den meisten Kindern ganz gut.
00:06:40: Im Röntgen hat man dann einen Normal befunden.
00:06:42: Und wenn man das hat, dann kann man mit den Eltern ja besprechen, was es ist, dass man halt eine Subluxation hat, die nicht bedrohlich ist, halt schmerzhaft, aber nicht bedrohlich.
00:06:52: dass, bevor man jetzt das Kind durch viele Versuche traumatisiert, den armen Oberarm schien ruhig stellt und am nächsten Tag kommen lässt, da geht es oft schon fast von alleine wieder rein.
00:07:05: Oder aber manchmal kommt es zu einer spontanen Reposition, auch das gibt es.
00:07:11: Ich würde auf keinen Fall zu viele Repositionsversuche machen.
00:07:16: pro anwesendem Arzt maximal einer.
00:07:20: Also tagsüber.
00:07:21: Irgendwann wird es ja traumatisiert.
00:07:22: Dann
00:07:22: wird es traumatisieren, genau.
00:07:23: Also wenn man zwei Repositionsversuche macht, ich glaube, das ist vertretbar.
00:07:28: Wichtig ist bei dieser ganzen Versorgung von Kindern, da werden wir bei jedem Krankheitsbild, werde ich sagen, die Kommunikation mit den Eltern.
00:07:35: Ich muss denen sagen, Ist es schlimm oder nicht schlimm?
00:07:40: Also ein Schlesennack ist nicht schlimm.
00:07:42: Der hinterlässt auch keine Folgen.
00:07:43: Und auch wenn man den mal am nächsten Tag erst reponieren kann, ist das nichts Schlimmes.
00:07:49: Und wenn die Kinder diese Oberarmschiene dann beispielsweise an einem sind, die auch so Schmerz ahnen, dass sie die Nacht durchschlafen.
00:07:55: Und das ist ja das, worum sie in Eltern primär mal geht.
00:08:00: Sehr gut.
00:08:00: Aber ich nehme mit, man muss wissen, dass es das gibt.
00:08:03: Und wenn man das vor sich hat, man muss beherzt, einmal zu packen.
00:08:08: beherzt, mit einer liebevollen Beherztheit, sage ich immer.
00:08:12: Wenn es jetzt doch nicht so glimpflich ausgegangen ist und die Kinder etwas fest auf den Boden gefallen sind, vielleicht auf den Unterarm, an was muss ich dabei Kindern denken?
00:08:22: Ja, ganz typisch lieber mal wachsen, auch eine distale Radiosfraktur, die haben wir auch bei den Kindern, wobei da das Spektrum der Frakturen... Anders ist das bei den Erwachsenen, sagen wir mal so, nicht unbedingt größer, aber anders.
00:08:36: Also die Verletzung von Kindern sind relativ Stereotyp.
00:08:39: Ein Kind hat am Handgelenk fast nie eine intraartikuläre Fraktur.
00:08:45: Also ich habe noch nie eine gesehen bei einem Kind, bei einem jugendlichen Jahr, aber bei einem Kind, also bei Patienten unter zwölf Jahren, habe ich das noch nie gesehen.
00:08:55: Während der Erwachsenen ja häufig so eine intraartikuläre Komponente haben.
00:08:59: Genau, bei den Erwachsenen ist das häufig.
00:09:00: Bei den Kindern ist es so, Da tritt entweder die Fraktur durch die Wachstumsfuge ein, weil das ja der Ort, der mit einem relativ geringen Widerstand ist.
00:09:09: Da ist ja viel Knorpelgewebe und eine relativ mechanische Instabilität.
00:09:15: Oder aber in der Metafüße, also diesen Übergang zwischen Schaft und Gelenkbereich, das Darfrakturen sind.
00:09:23: Die Radiosfrakturen hatte ich ja am Anfang so angedeutet, die ... können eine ganze Menge ausgleichen.
00:09:28: Also insbesondere die Metaphysioprakturen ... ... kann man bei unter sechsjährigen bis ... ... vierzig Grad Achsabweichung ... ... konservativ behandeln.
00:09:35: Das wächst sich raus.
00:09:37: Auch da wichtig mit den Eltern besprechen, ... ... das sieht man ein bisschen.
00:09:40: Die Kinder haben zwar keine Funktionseinschränkung, ... ... aber wer selbst Kinder hat, ... ... weiß, sobald da irgendwas nicht der Norm entspricht, ... ... gibt es viele Kommentare und gute Ratschläge.
00:09:52: Aber das wächst sich zuverlässig raus, ... ... wenn die Wachstumsruhe getroffen ist.
00:09:55: Dann muss man sagen, ist doch häufig die geschlossene Reposition indiziert.
00:10:01: Was ist eine geschlossene Reposition?
00:10:03: Das bedeutet, das Kind bekommt eine Form der Analgesie, eine geeignete.
00:10:11: Da gibt es jetzt ganz nach, je nach Klinik, da kann man jetzt gar nicht sagen, das ist eines richtiges, anderes Falsches.
00:10:17: Also das geht von Lachgas über Keternes Domikum bis hin zur kurzen Vollnachkurse in der Lahrungsmaske.
00:10:23: und wird dann in dieser Analykosidierung reponiert, ohne dass man einen Hautschnitt macht.
00:10:31: Weil du es gerade gesagt hast, konservativ kann man viele behandeln.
00:10:36: Was heißt konservativ?
00:10:38: Kriegen die eine Schiene, kriegen die einen Gips?
00:10:40: Ja, konservativ, das ist ganz interessant.
00:10:42: Was ist konservativ?
00:10:43: Also ... Eine ganz klare Definition ist da, finde ich, schwierig zu machen.
00:10:50: Also wenn man sagt, jedes Kind, das kein Metallimplantat bekommen hat, ist konservativ behandelt worden, finde ich das nicht ganz richtig, weil ich finde, wenn man einem Kind irgendeine Form der Narkose macht und dann drückt, dann ist es natürlich nicht operiert worden, aber es ist jetzt auch nicht so ganz konservativ.
00:11:09: Vielleicht kann man das in invasiv und nicht invasiv ein bisschen schöner definieren.
00:11:14: Also wenn man nicht invasiv behandelt, bringt man kein Metall ein.
00:11:16: Das heißt auch in einer Narkose oder Betäubung kann ich den Knochen wieder einrichten von außen durch Druck und Zug.
00:11:25: Bei einigen Faktoren ist auch gerade noch nicht die Frage abklärend geklärt.
00:11:29: Wenn ich das dann reponiert habe, stabilisiere ich das dann zusätzlich mit einem Draht.
00:11:33: Das ist für uns ein Mainz.
00:11:35: Üblich oder mache ich das nicht.
00:11:38: Viele sagen, wenn ich den Draht nicht mache, bleibt es trotzdem stabil und nur ganz selten, rutscht der Bruch wieder ab.
00:11:46: Da muss man natürlich sagen, dann kriegt das Kind noch eine Narkose und dann kriegt es den Draht.
00:11:51: Und da man diese Drähte überhaupt Niveau überstehen lassen kann und dann ohne Narkose entfernen kann, sage ich mal, sitzt bei uns der Draht relativ locker.
00:12:05: Kann man nicht sagen, dass die einen das richtig, die anderen das falsch machen.
00:12:07: Das ist halt unsere Philosophie.
00:12:09: Jetzt sprichst du von Drähten.
00:12:11: Was sind das für Drähte?
00:12:12: bei den erwachsenen Frakturen, sehe ich immer, dass wir eine Platte einbringen?
00:12:16: Ja, die Platten sind bei Kindern fast nie nötig.
00:12:19: Es gibt ganz wenige Frakturen, wo man bei Kindern auch eine Platte aus der Synthese machen kann.
00:12:24: Bei den meisten Frakturen reicht es, wenn man die Knochenbrüche einrichtet und dann durch sogenannte Spikträte stabilisiert.
00:12:33: Das bedeutet, die Drähte verhindern nur, dass die Reposition, die wir vorher erreicht haben, nicht wieder abrutscht.
00:12:40: Diese hohe Stabilität, die die Erwachsenen brauchen mit Platten und Schrauben, das ist bei Kindern bei fast keiner Fraktur erforderlich.
00:12:50: Natürlich gibt es da Frakturen, wo das auch mal erforderlich sein kann, aber die Platten oder die erhöhte Stabilität kommt dann mit dem Jugendlichen alter.
00:13:01: Wenn wir jetzt schon eines der Tools angesprochen haben, also bei Erwachsenen öfter eine Platten-Ostiosynthese, bei Kindern hast du jetzt von Spickträten gesprochen.
00:13:10: Gibt es denn noch andere Arten bei Kindern Frakturen operativ, invasiv zu behandeln?
00:13:16: Ja, also der Klassiker bei der Versorgung der Fraktur von Kindern ist der Esin, also der elastisch stabile intrameduläre Nagel.
00:13:26: Das sind lange Titanen, Stifte, die flexibel sind, also für die man eine Spannung aufbauen kann.
00:13:37: Und die steckt man in den Markraum der Knochen über kleine Öffnungen, die spannen sich dann im Knochen auf und geben ihm dann die Stabilität und die Form wieder, die er vorher hatte.
00:13:48: Klassiker ist die Unterarm-Schafffraktur, haben Kinder wahnsinnig häufig, viel häufiger als Erwachsene.
00:13:53: Also ich würde sagen, wenn wir Kindertrauma-Woche haben, haben wir mindestens zwei bis drei Kinder mit Unterarm-Schafffrakturen, also gerade im Sommer.
00:14:04: Diese E-Sync kann man an nahezu jeder Körperregion des Kindes einsetzen.
00:14:10: Die bringen eine ausreichende Stabilität, dass die Kinder den Arm frei beüben können.
00:14:16: Also wenn die Kinder mit einer Unterarm-Schafffraktur kommen, ist das für die Eltern immer wie ein Wunder, weil dieser Arm, der steht wirklich kotesk-schief häufig und man operiert die Kinder, bringt ihnen eine relativ kurzen Operation.
00:14:29: Also, würde man sagen, wenn man es ein bisschen geübt hat, ist die OP-Zeit zwischen zehn und zwanzig Minuten.
00:14:35: Es gibt natürlich auch mal schwere Frakturen, aber zehn und zwanzig Minuten OP-Zeit.
00:14:40: Und danach können die Kinder den Arm wieder bewegen und brauchen keine Gipsnachbehandlung.
00:14:43: Also, das ist natürlich extrem elekant.
00:14:48: Umkehr, also jede Roh-Seit, ihre Dorne, also die E-Symen müssen natürlich irgendwann raus.
00:14:55: Also, das bedeutet eine zweite Narkose.
00:14:57: ist da erforderlich.
00:14:59: Und
00:14:59: die stehen ja oft, die schauen ja nicht aus der Haut raus, wie oft diese Spikträte.
00:15:04: Genau, also die E-Sin werden versenkt.
00:15:07: Die werden aber natürlich so gekürzt, dass sie über Knochenniveau stehen, weil sonst könnte man sie nicht mehr entfernen, würde man nicht dran kommen.
00:15:14: Und das stört die Kinder manchmal.
00:15:16: Das muss man auch den Eltern voll sagen, das kann man auch manchmal durch die Haut fühlen.
00:15:21: Beim Unterarm ist es so, dass der Esen, der die Älle stabilisiert, vom Ellenbogen her eingebracht wird.
00:15:28: Und den merken die Kinder oft, wenn sie sich so auf die Tischkante aufheben.
00:15:31: Dann kommen die und sagen, das stört beim Schreiben, das nervt, wenn es der Schreibarm ist.
00:15:36: Irgendwann wächst da so eine Pseudoburser drüber, der nervt das nicht mehr so sehr.
00:15:40: Dann sieht man aber die Burser von außen, also so ein kleines Bäuchen.
00:15:43: Aber auch da kann man den Eltern schon vorher sagen, dass das so kommen wird.
00:15:47: Und dann ist das auch nicht
00:15:49: so schlimm.
00:15:49: Und was sage ich denn gerade bei so einem Klassiker wie eine Radiosfraktur oder auch ganz ein Unterarmschaftfraktur, wann kommen diese E-Sinträte wieder raus?
00:15:57: E-Sint entfernen wir prinzipiell nach sechs Monaten.
00:16:00: Auch da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
00:16:02: Es gibt Kliniken, die entfernen je nach drei Monaten.
00:16:05: Das ist, finde ich, bei den ganz kleinen, also bis sechstes, siebtes Lebensjahr, kann man das ... machen.
00:16:15: Bei den größeren sieht man dann doch häufig Refrakturen, wenn man je nach drei Monaten entfernt, auch wenn radiologisch die Fraktur gebunden ist.
00:16:23: Deshalb haben wir uns entschlossen, das bei allen Kindern nach sechs Monaten zu machen.
00:16:26: Okay.
00:16:28: Ein anderes wichtiges Thema, Olli, an dem wir nicht vorbeikommen, wenn wir über Frakturen im Kindesalter sprechen.
00:16:34: Wovor alle Angst haben, die Kardilesionen.
00:16:38: Was sind Kardilesionen?
00:16:39: Warum haben da alle Angst vor?
00:16:41: Was ist das?
00:16:42: Also der Begriff Cardi-Lestion wurde vom Lutz von Lager geprägt.
00:16:46: Das ist ein Schweizer Kindertraumatologe, der wahrscheinlich wie kein anderer die Kindertraumatologie wissenschaftlich bearbeitet hatten aus dieser, aus einer Nische rausgeholt hat, wo jeder das gemacht hat, was er gerade wollte und der auch wirklich wahnsinnige Fallserien in seinen Büchern hat und gezeigt hat, was man alles konservativ behandeln kann und wie das läuft.
00:17:08: Der Luz Van La wollte mit dem Begriff eigentlich Aufmerksamkeit erwecken.
00:17:14: Also der Kadi ist ja in tausend und eine Nacht der Schriftgelehrte, der im Namen des Kraliven Recht spricht.
00:17:21: Und weil das ja viel netter klingt als eine Richter oder eine Strafrechts, eine Gefängneslesion, ist dieser Begriff Kadi geprägt worden und er hat fünf Verletzungen damals identifiziert.
00:17:35: Das ist einmal die Luxation des Radioskopfes bei der Montage-Fraktur.
00:17:41: Das ist die Condulus-Radiales-Fraktur des Kindes.
00:17:43: Das ist die supracondiläre Humerus-Fraktur, die Innenknöchelfraktur und die proximale Tibia-Fraktur, die Meta-Füsiere.
00:17:53: Also drei am Ellenbogen und zwei am Unterschenkel?
00:17:56: Genau.
00:18:00: Was ist jetzt an denen so besonders?
00:18:01: Was ist mit dem Ellenbogen los?
00:18:02: Was ist das mit dem
00:18:03: Ellenbogen los?
00:18:04: Der Ellenbogen?
00:18:04: Ich krieg Angst vor Ellenbogen, Olli.
00:18:06: Ja, also sagen wir so Ellbogen-Frakturen des Kindes, das ist auch für mich so ein Trigger.
00:18:11: Also wenn ich nachts angerufen werde oder im Dienst, das heißt, das ist ein Kind mit einer schlimmen Suprakundilern-Humerus-Fraktur, da überlege ich auch, ob ich mich irgendwie drücken kann.
00:18:20: Aber also der Ellbogen ist insofern besonders beim Kind, als dass dort sowohl vom Humorus als auch von Radius und Ulna wenig Korrekturpotenzial ist.
00:18:32: Und das bedeutet, wir müssen da die Frakturen wirklich sehr präzise einrichten und das ist nicht immer ganz einfach.
00:18:40: Fahren wir vielleicht an mit den suprakondilären Humorus-Frakturen.
00:18:44: Wenn man sich den Humorus nochmal vorstellt, dann weiß man ja, dass der suprakondilär, da kommen diese beiden Pfeiler, der Radiale und der ulnare Pfeiler kommen zusammen und münden praktisch im Humorus schaffen.
00:18:56: Und da haben wir ja diese ganz, ganz dünne Fossa interkondularis.
00:19:01: Und wenn man sich das mal in Scheiben schneidet, dann schaut das von oben aus wie eine Acht.
00:19:07: Und man kann sich ja vorstellen, wenn ich da eine Fraktur durch habe, ich habe oben eine Acht, unten eine Acht und ich stelle die perfekt aufeinander, dann habe ich eine tolle Kontaktfläche.
00:19:15: Dann können die auch super verheilen.
00:19:17: Wenn ich aber da eine leichte Rotation drin habe, dann haben diese beiden Achten relativ wenig Kontakt.
00:19:26: Nur noch in der Mitte über diese?
00:19:27: Nur noch
00:19:28: in der Mitte, wo es wirklich am dünnsten ist.
00:19:31: Und da kann man sich ja vorstellen, wenn man da da noch irgendwie Versuchtrete reinzubringen, naja, die greifen nicht so wahnsinnig viel Knochen, ein bisschen was machen die schon, aber da ist dann eine hohe Instabilität und die Gefahr, dass das abrutscht, ist groß.
00:19:46: Wir haben ja am Ellbogen dann vor allem die Angst, dass... Also wir haben vor diesen Rotationsfeldern, die entstehen gar nicht so viel Angst, weil Rotationsfelder am Ellbogen... gleich man aus durch die Stellung im Humorus, also im Schultergelenk, gleich von das aus.
00:20:00: Also ich glaube nicht, dass irgendjemand mal auf der Straße jemanden gesehen hat, der eine Groteskerotationsfehlstellung des Ellenbogens hat.
00:20:08: Also das muss ja wirklich
00:20:09: sehr gut sein,
00:20:11: dass einem das auffällt.
00:20:13: Was einem aber auffällt, das ist die andere Achsvierstellung, also wenn man ein Cubitus varus, also einen O-Ellenbogen hat oder ein Cubitus valgus, also ein X-Ellenbogen.
00:20:21: Wo erkenne ich das?
00:20:22: In welcher Stellung ist der Ellenbogen?
00:20:24: Wenn der Ellenbogen gestreckt ist, dann hat man ja physiologischerweise einen leichten valgus, so null bis zehn Grad valgus.
00:20:31: Wenn ich mehr valgus habe, ist das häufig funktionell gar nicht so furchtbar.
00:20:36: Bildt das irgendwann schon, aber es ist vor allem ein kosmetisches Problem, also es sieht wirklich ein bisschen komisch aus, beim Kubitus Varus dagegen, da habe ich dann wirklich schon relativ bald ein Instabilitätsproblem.
00:20:48: Und das sind dann Kinder, die können zum Beispiel keine Liegestützen machen, bei der Elbowung instabil ist.
00:20:53: Und das ist so das Bedenken, das eben, wenn diese Supracondi lernen, wenn die in der Rotationsfeststellung zusammen.
00:21:02: Verwachsen.
00:21:04: Wenn sie verwachsen, das ist gut.
00:21:05: Da wird es wahrscheinlich ganz gut werden.
00:21:06: Aber wenn die die verwachsen eben nicht, sondern dislocieren sekundär.
00:21:12: Und dann hat man eine wirklich schwierige Korrektor-Operation hinterher.
00:21:17: Der Kontrollus radialis, da ist das Problem das, dass der Elbenbogen bei den Kindern, bei denen das typischerweise Auftritt und rund ums fünfte Lebensjahr, noch überwiegend knorpelig angelegt ist.
00:21:33: Das bedeutet, dass was ich an Fraktur sehe im Röntgenbild, das ist die Spitze des Eisbergs.
00:21:38: Die Fraktur geht da irgendwo weiter, läuft in den Knorpel und ich weiß gar nicht, wohin die läuft.
00:21:44: Also die wissen die Gelenkfläche oder hört die vor der Gelenkfläche auf, da ist eben nur Knorpel.
00:21:49: Da sehe ich weder im Röntgenbild noch sehe ich es im Ultraschall.
00:21:55: Und ja, im MLT könnte man es vielleicht sehen, aber für einen MLT brauchten Kinder dem Alter immer eine Vollnarkose.
00:22:01: Das ist dann sicherlich nicht...
00:22:03: Kein Kind legt sich in so eine Röhre.
00:22:04: Genau,
00:22:04: kein Kind legt sich eine halbe Stunde ruhig in diese Röhre und lässt bei diesem Gewummer, dass da alles über sich ergehen.
00:22:12: Das bedeutet, wir können anhand des ersten Röntgenbildes unter Umständen nicht entscheiden, ist das eine stabile Fraktur oder eine instabile Fraktur?
00:22:22: Wenn ich beim ersten Röntgenbild schon eine große Dislocation habe, dann ist das keine Frage.
00:22:27: Erkennt man natürlich, das ist instabil, aber häufig ist das erste Röntgenbild so, dass man zwar eine Fraktur sieht, aber keine große Dislocation.
00:22:34: Und da ist eben die Kadi gefahrt, die, dass man dem Kind sagt, oder den Eltern, super, keine disluzierte Fraktur, drei Wochen Gips, gehen sie nach Hause.
00:22:45: Weil die, wenn die dann disluzieren, dann habe ich eine blöde Fehlstellung im Ellenbogen.
00:22:51: Und die muss man nach fünf Tagen gipsfrei röntgen.
00:22:56: Da ist es eben wichtig, den Eltern von Anfang an zu sagen, wir röntgen ihr Kind gipsfrei nach, dass die da nicht über die Idee kommen und sagen, ja, der hat mich ja ohne Gips zu röntgen geschickt und deshalb ist die Faktur dislociert.
00:23:07: Also entweder ist die dislociert oder nicht.
00:23:08: Die röntgen wir immer gipsfrei
00:23:10: nach.
00:23:11: Dann also konnte los radiales Fakturen Take Home Message Nach fünf Tagen nicht zögern, nochmal einzubestellen.
00:23:17: Genau, nach fünf Tagen zwingend einbestellen und gibts freie Röntgen.
00:23:21: Sehr gut.
00:23:22: Dann kommen wir zur Radioskopffluxation bei der Monteggia Fraktur.
00:23:25: Eine Etage tiefer.
00:23:26: Eine Monteggia Fraktur ist eine Fraktur der Ulna, häufig proximal, aber das spricht sich nicht bis zu jeder Ulna rum.
00:23:35: Manche sind auch wirklich weit im Schaffbereich.
00:23:38: Also eine Ulna Fraktur mit Dislokation des Radioskopfes.
00:23:43: Und da ist die Gefahr, die, dass der Unterarm geröngt wird.
00:23:46: Man sieht, das Kind hat eine Ulna-Fraktur.
00:23:49: Und sagt nach der Ulna-Fraktur ist ja super, ist ja stabil.
00:23:52: Die Ulna ist der nicht bewegliche Part im Unterarm.
00:23:54: Also der Radius dreht sich ja um die Ulna.
00:23:57: Schiene dran, wächst sich raus.
00:24:01: Daüber sieht man dann unter Umständen, dass der Radioskop rausgesprungen ist.
00:24:05: Wenn das passiert, ist doof, weil der geht nicht wieder von selbst rein.
00:24:08: Kann ich den nicht einfach reindrücken?
00:24:11: Ginge schon, aber in aller Regel pluppt er wieder raus.
00:24:15: Also wegen dieser Fehlstellung der Ulna, springt er ein wieder raus.
00:24:19: Auch wenn das möglicherweise während des Repositionsmanövers und des Anlegens des Gipses noch stabil erscheint, nach zwei Tagen ist er wieder raus.
00:24:28: Spätestens.
00:24:30: Das bedeutet, wenn ich eine Fraktur der Ulna habe, muss ich den Enbogen mitröntgen, um zu gucken, wo steht der Radioskop?
00:24:36: Weil ansonsten bleibt der Radioskop außerhalb des Gelenkes stehen.
00:24:41: wächst weiter und irgendwann habe ich eine Inkonkurrenz und bringe den nicht mehr in das Gelenk hinein.
00:24:46: Auch die Kinder haben instavierte Ellenbogen.
00:24:49: Was ich an der Sache besonders bedenke, ich finde, und das hat der Lutz van Lack komischerweise nicht so gesehen, wenn ein Kind eine Ulna-Schafffraktur hat, dann ist das ja bis zum Beweis des Gegenteils ein Verdacht auf eine Kindwohlgefährdung.
00:25:03: Denn die Ulna-Schafffrakturen heißen ja Das sind ja Abwehrverletzungen.
00:25:09: Ich hab meinen Arm vor meinen Gesicht gehalten, um mich vor Schlägen
00:25:12: zu schützen.
00:25:14: Wenn ein Kind eine isolierte Ulnach-Schafffraktur hat, ist das bis zum Beweis des Gegentas und fährt auf Kindwohlgefährdung.
00:25:22: Dem muss man nachgehen.
00:25:24: Egal, was einem da erzählt wird, da werden die dollsten Geschichten erzählt, muss man vorsichtig sein.
00:25:30: Auf jeden Fall Ulnach-Schafffraktur kann man sich immer denken, immer gefährlich.
00:25:36: entweder Kindwohlgefährdung, oder aber Montagia, wobei Montagia die wahrscheinlich bessere Variante dabei ist, wenn man davon reden kann.
00:25:45: Was mache ich, wenn ich jetzt so einen Patienten vor mir habe in der Notaufnahme, Stichwort Kindwohlverletzung, wie gehe ich vor?
00:25:52: Wenn ich den Verdacht habe, dann nehme ich das Kind stationär auf.
00:25:54: Das kann man ja auch begründen.
00:25:55: Man sagt ja, das Kind braucht eine spezielle Schmerztherapie oder wir müssen das beobachten wegen der Spellung, das kann ein Kompatent-Syndrom geben.
00:26:03: Zeit gewinnen.
00:26:04: Genau.
00:26:05: Und am nächsten Tag kann man das dann über die Kinderschutzgruppe, die es in jeder Klinik gibt, die eine Kinderklinik hat, klären.
00:26:14: Zum Glück ist das häufig, da hat sich das alles zum Guten auf, aber nichtsdestotrotz, manchmal fischt man doch eine Familie raus, die eigentlich bis dahin intakt war, wo dann irgendein Live-Event ist, das eines der Elternteile aus der Bahn wirft.
00:26:32: wo man dann doch frühzeitig eingreifen
00:26:34: kann.
00:26:34: Okay, also bei diesen Frakturen ist es bischen sein.
00:26:38: Genau, also auf jeden Fall bei den Ulnerschaftfrakturen auf jeden Fall vorsichtig sein.
00:26:43: Weil wir gerade noch bei dieser Luxationsstellung vom Radioskop sind, muss die Ulner da immer gebrochen sein
00:26:49: oder?
00:26:49: Die muss mindestens plastisch deformiert sein.
00:26:51: Kann die sich auch einfach genau verbiegen?
00:26:53: Genau, also so ein Grünholzfraktur reicht aus.
00:26:56: Und die Therapie ist eigentlich kindereinfach, wenn man in der frischen Montagsschaffraktur die Ulna mit einem Esen stabilisiert und die Achse wieder korrigiert, OP-Zeit fünf Minuten, springt der Radioskopfer selbst wieder rein.
00:27:11: Ich habe es wirklich in einem einzigen Fall erlebt, dass das nicht geklappt hat, aber also da war der wirklich aus dem Liegamentum annular rausluxiert, musste dann offen reponiert werden, aber das ist eine absolute Rarität.
00:27:24: Also immer am Ellenbogen gucken, wie steht der Radioskopf?
00:27:28: Zeigen alle Linien vom Radioskopf zum Kondylusradialis?
00:27:32: Genau, also zeigen die zum Kapitulum Humari, müssen die alle zeigen.
00:27:36: Danke.
00:27:37: Danke.
00:27:39: Aber das ist ja im Kondylusradialis, alles richtig.
00:27:43: Jetzt von den drei Lesionen am Ellenbogen zum Unterschenkel.
00:27:48: Genau, also die proximale Meta-für-Serie-Tivia-Fraktur.
00:27:53: ist deshalb vom Lutz-Van-Lad damals als Kardilation gewertet worden, weil er gesagt hat, wenn man da keine Kompression nach medial aufminkt, dann resultiert das in einer weigischen Fehlstellung des Unterschenkels.
00:28:06: Das stimmt auch.
00:28:07: Das heißt, die kriegen dann ein
00:28:09: X-Bein.
00:28:09: Genau.
00:28:10: Das stimmt auch.
00:28:11: Wir haben nur über die Jahre festgestellt, dass sich dieses X-Bein häufig rauswächst.
00:28:17: Und wir haben andererseits auch gesehen, dass wenn man dieses X-Bein, also diese diese Wahlbestellung, die am Anfang manchmal schon bestätigt korrigiert und auch fixiert, mit Treten beispielsweise, dass sie dann, obwohl es Perfektverhalt ist, wiederkommt, als es einen Rebound gibt.
00:28:37: Deshalb sind wir heute bei dieser Fraktur gar nicht mehr so sehr bei der Cartiläsion.
00:28:42: Man muss aber bei dieser Fraktur, das ist wirklich eine kommunikationsintensive Fraktur.
00:28:48: Muss man wirklich viel mit den Eltern reden, von Anfang an mitnehmen.
00:28:52: Am besten hat man da in der Schublade so ein paar Verläufe, die man zeigen kann, dass die einem das auch glauben, dass das wirklich so ist.
00:29:03: Also, die zählt zu den Kardinationen, die hat aber so ein Ticken an, Schreckung verloren, sagen wir es so.
00:29:11: Und die indienerische Fraktur, das ist eine Fraktur, die wir fast nur beim Adoleszenten sehen, also beim Kind fast nie.
00:29:22: Und die ist eben wegen der hohen Instabilität an der Kardilesion.
00:29:26: Also da muss man vor allem wegen der Fehlstellung im Sprunggelenk dann
00:29:31: gucken.
00:29:32: Okay, klasse.
00:29:34: Olli, hast du für mich, für meine Kollegen, für die Nachtdienste Tipps?
00:29:39: Worauf muss ich achten bei Kindern, was du uns auf den Weg geben möchtest, wenn wir Kinder behandeln?
00:29:45: Da hat man ja schon immer ein bisschen Angst.
00:29:48: Man will sowieso nie was falsch machen, aber gerade bei Kindern, da hat man ja noch mal mehr Angst, Hilfe, da will ich nichts übersehen, da will ich nichts falsch machen.
00:29:55: Ich will aber auch nicht mal ein Oberarzt nachts für jedes Bild wecken.
00:30:00: Bei Kindern ist es ganz wichtig, einmal die Eltern zu überrücken.
00:30:03: Das sieht man ja, die Kinder reagieren so, wie die Eltern sind.
00:30:09: Und was häufig vergessen wird, ist, für eine gute Analgesie zu sorgen.
00:30:14: Das bedeutet jetzt nicht, dass jedes Kind mit Ketanes oder einem Opioid abschießen muss.
00:30:19: Häufig reicht es ja schon, eine Schiene anzulegen, die stabilisiert und kann die Kinder auch in den grobe Vierstellungen haben, mit Schienen zum Röntgen schicken, spricht überhaupt nichts dagegen.
00:30:28: Aber häufig haben wir Röntgenbilder, wo Kinder mit forty-fünf Grad Vierstehenden unterarmt Knochen ohne Ruhestellung gezeigt sind.
00:30:37: Also achtet auf eine analgesie freundlich bleiben.
00:30:42: Auch das Kind verschreit.
00:30:43: Das hat keine Lust, untersucht zu werden.
00:30:46: Es macht man nicht besser, wenn man mit dem Kind schimpft.
00:30:48: Also das bringt nichts.
00:30:51: Und vor allem, die auch so eine Angst zu verlieren.
00:30:56: Also wenn man keine grobe Verstellung auf einem Röntgenbild zieht und sich unsicher ist, stellt das Kind die Extremität ruhig, bestellt die Kinder für den nächsten Tag ein.
00:31:07: Da ist sicherlich nichts falsch gemacht.
00:31:10: Sehr gut.
00:31:10: Auch wenn man eine relevante Verletzung übersehen würde,
00:31:17: dann... Ihr merkt, wir sind live.
00:31:19: Wir sind live.
00:31:21: Es ist
00:31:21: nicht gestellt
00:31:22: und nicht zusammengeschnitten.
00:31:25: Also auch wenn man dann eine relevante Verletzung sehen würde, kann man das... Am nächsten Tag noch ohne Probleme.
00:31:34: So lange die Nerven und alles funktionieren, die durch Blutungen takt ist, da gelten die Tybischen.
00:31:38: Und bei Nerven durch Blutungsschäden muss man eben schnell operieren, aber auch da auf die Eltern beruhigend einwirken.
00:31:47: Ganz häufig sind diese durch Blutungsstörungen und Nervenlisionen schon durch die Repositionen wieder in Ordnung.
00:31:53: Natürlich gibt es mal Kinder, wo man das operieren muss, aber auch Das kommt wieder in Ordnung.
00:31:58: Das kriegt man gut hin.
00:31:59: Das kann man alles gut schaffen.
00:32:00: Und das ist es immer wichtig, den Eltern zu vermitteln.
00:32:03: Also keine Angst vor Kindern.
00:32:05: Keine Angst vor Kindern.
00:32:06: Olli, das hat Spaß gemacht.
00:32:08: Das war super interessant.
00:32:10: Vielen, vielen Dank.
00:32:11: Und ich freue mich schon auf die nächste
00:32:14: Runde.
00:32:14: Ja, vielen Dank.
00:32:15: Mir hat es auch viel Spaß gemacht.
00:32:16: Gerade die getauschten Rollen war echt interessant.
00:32:18: Vielen Dank und viel Spaß euch beim Hören.
00:32:21: Tschüss.
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