Coxarthrose – wenn die Hüfte schmerzt
Shownotes
Leistenschmerz, Anlaufschmerz oder eingeschränkte Beweglichkeit – die Coxarthrose gehört zu den häufigsten Ursachen für Beschwerden im höheren Lebensalter. Doch wann steckt tatsächlich eine Arthrose hinter den Symptomen? Und ab wann ist eine Hüftprothese sinnvoll?
In dieser Folge von Knochenschrauber sprechen Dr. Sven-Oliver Dietz und Dr. Thomas Klonschinski über die Grundlagen der Coxarthrose – von den ersten Beschwerden bis zur modernen Hüftendoprothetik. Gemeinsam beleuchten wir die typischen Symptome, die klinische Untersuchung und die wichtigsten radiologischen Befunde, die Medizinstudierende kennen sollten.
Außerdem diskutieren wir konservative Therapieoptionen, den Stellenwert von Bewegung und Physiotherapie sowie die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für eine operative Versorgung gekommen ist. Abschließend geben wir einen Überblick über moderne Hüftprothesen, verschiedene Implantatkonzepte und die Nachbehandlung nach endoprothetischer Versorgung.
Eine Folge für alle Medizinstudierenden, die verstehen möchten, warum nicht jeder Leistenschmerz eine Hüftarthrose ist – und warum die Hüftprothese zu den erfolgreichsten Operationen der modernen Medizin zählt.
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In diesem Podcast werden Inhalte der curricularen Lehre, aber auch Themen, die für Studierende der Humanmedizin und alle, die sich informieren wollen, interessant sind behandelt. Sven-Oliver Dietz, Oberarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU), ist Host dieses Podcast. Zusammen mit seinen Interviewgästen nimmt er Euch mit in den klinischen Alltag am ZOU, bespricht mit ihnen praxisnah relevante Krankheitsbilder, diagnostische und therapeutische Prinzipien sowie typische Fallbeispiele – fundiert, verständlich und auf Augenhöhe.
Wir freuen uns über Euer Feedback an knochenschrauber@unimedizin-mainz.de.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich willkommen zu Knochen Schrauber, dem Unfallchirurgie- und Orthobedie Podcast aus dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie aus der Universitätsmedizin Mainz.
00:00:16: Mein Name ist Sven Oliver Dietz.
00:00:17: ich bin Oberarzt im Zentrum von Orthopädie und Unfallschirugie und Host dieses Podcasts.
00:00:23: Heute habe ich einen netten Kollegen vor mir hier Thomas Glonchinski unser Leiter der Endoprothetik.
00:00:27: Hallo Thomas Grüß dich!
00:00:28: Hallo vielen Dank für deine Einladung Wolli.
00:00:32: Wir sprechen heute über die Coxarthrose, also wenn es in der Hüfte schmerzt.
00:00:37: Und ich glaube, das ist nicht übertrieben, wenn man sagt dass die Hüftendoprothese eine der erfolgreichsten Operationen ist, dies in der Orthopädie gibt und wahrscheinlich auch einer der häufigsten.
00:00:50: Wir wollen uns jetzt dem Thema der Coxathrose aber systematisch nähern und vielleicht auch herausarbeiten, Erzähl mal, was ist denn eine Cox-Athrose eigentlich ganz genau?
00:01:06: Ja ich würde jetzt erstmal sagen dass letztendlich alle degenerativen Erkrankungen ja natürliche Prozesse darstellen und dementsprechend kann man den Begriff einer Erkrankung auch tatsächlich hinterfragen.
00:01:19: Durch die moderne Medizin und die Änderung unserer Lebensumstände werden wir jetzt ja auf einmal seit zweieinhalb Jahren alle älter als dreißig oder viertzig und jetzt wären wir auf einmal alle achtzig und neunzig.
00:01:29: Und da kommt unser Körper nicht hinterher in verschiedenen Bereichen und anderen natürlich auch nicht im Knorpel der Gelenke.
00:01:36: Es kommt dazu zum Verschleiß, es ist letztendlich beim Verscheiß immer eine Kaskade in den Gelenken.
00:01:41: Nach dem Verschleiß der Knorpelschicht entsteht dann eine Entzündungsreaktion.
00:01:46: Die Entzündungsreaktion macht dann den Schmerz.
00:01:49: Und so berichten uns die meisten Patienten ja eher von einer relativ temporären Abfolge, dass sie gesagt haben es wurde immer ein bisschen schlimmer und irgendwann ging's gar nicht mehr so richtig gut.
00:01:59: also eine gewisse Steigerung, die sich temporär vollziehen nachvollziehen lassen kann.
00:02:04: Es gibt aber natürlich auch da einen Verlauf wo diese Entzückungsreaction recht rasch ist.
00:02:07: Also Menschen sagen ich bin ganz gut zurecht gekommen fängst Montag um zehn Uhr, als ich mich gebückt habe kann ich gar nicht mehr mit der Hüfte.
00:02:15: Auch diesem Verlauf gibt es muss man sich einfach mit der Entzündungsreaktion erklären.
00:02:19: also letztendlich handelt er sich um degenerativen
00:02:22: Gelenkverschleiß.".
00:02:23: Okay das klang ja schon ganz spannend fast zu gesagt dass nämlich wie die Patienten zu dir in die Sprechstunde kommen.
00:02:28: also du bietest ja bei uns die Hüftsprechstunde an.
00:02:32: was ist denn so der Klassiker?
00:02:33: Was der Patient der dann letztendling eine Cox-Arthrose hat, der sagt was er für Beschwerden hat?
00:02:39: Er berichtet vor allen Dingen so ein bisschen von seinem Alltag, dass er halt eine G-Einschränkung hat.
00:02:43: Eine Einschränkung der G-Strecke weil es ihm wehtut.
00:02:46: Das kann dieser berühmtberüchtigte Leistenschmerz sein in jeder Patient.
00:02:50: Berichtet man hier Patienten berichten aber auch von Glutealgin und Schmerzen im Oberschenkel hingeleitet zum Kniegelenk Und dann immer, und das ist ja immer so ein bisschen die Frage an uns Spezialisten.
00:03:01: Was sind es denn nun Läuse oder Flöhe?
00:03:05: Viele Patienten haben natürlich auch chronische Rückenschmerzen.
00:03:08: durch die Arthrose kommt es zu einer Beckenverkippung nach vorne.
00:03:12: Das beantworten wir natürlicherweise mit der Hyperlordose der LWS, sodass gerade viele Patienten in Kombination sehr starke Lendenwirbelsäulen beschwerden
00:03:23: haben.
00:03:25: Da kommen wir eigentlich schon dazu, nachdem jetzt die Symptome hat es ja geschildert.
00:03:29: Die haben Ruheschmerzen, Anlaufschmerz manche dann vielleicht sogar wenn's weitergeht Nachtschmerzen.
00:03:35: Ich kenn´s aus der eigenen Familie Irgendwann werden die Beschwerden sind da nicht nur in Anlauf schmerzt.
00:03:39: das geht dann eigentlich noch.
00:03:41: Also das sagen so naja gut dann lauf ich ein paar Meter und dann geht´s wieder aber Dann wird die Schmerz freie Gehstrecke kommt immer später oder gar nicht mehr Und dann kommen die Patienten ja zu dir.
00:03:54: Wie gehst du jetzt in der körperlichen Untersuchung vor?
00:03:56: Was prüfst du bei denen?
00:03:59: Ja, da kann man natürlich schon trickreich sozusagen die Patienten schon mal betrachten wie sie reinkommen weil die Inspektion damit soll es ja immer anfangen und das ist ja meistens im Bewegungsspiel das Beste.
00:04:09: und bevor man die Patienten dann nochmal sozusagen im Untersuchungszimmer auf-und abtiegern lässt, kann man sich so sagen betrachten, wie sie reinkommen und dann natürlich auch wie sich entkleiden.
00:04:19: Weil typischerweise kommt es ja zu einer Bewegungseinschränkung.
00:04:23: im fortgeschrittenen Stadium haben die Patienten einfach Probleme socken anzuziehen oder Schuhe anzuziehen.
00:04:28: also das merkt man auch daran dass ich dann alle ein bisschen verzweifelt nach einem langen Schulöffel gucken der ja dann auch in den Untersuchungszimmern immer auf Beine kriegt Und dann natürlich schauen wie ist das Bewegungsspiel der Hüfte?
00:04:40: Range of motion ist da der Begriff ja und schauen wir, wie kann der Patient beugen.
00:04:45: Und es kommt dann ja meist zu einer Rotationseinschränkung.
00:04:47: also ich gucke als erstes eigentlich dann immer auf die Einschränkungen der Innenrotation.
00:04:51: Da muss man so ein bisschen einmal überlegen, wann dreht er Hüftkopf nach innen?
00:04:56: Nämlich wenn nicht jetzt das Knie, also neunzig Grad Beuge und hüfte Neunzig grad Beuge, der Patient liegt typischerweise auf dem Rücken, dann wenn dann in dieser Position müsste ich den Fuß nach außen drehen, dann drehe ich den Hüffkopf Und dann habe ich also so ein gegenläufiges Bewegungsmuster.
00:05:12: Das tut den meisten Menschen weh, das ist so einen Schmerzauslösender Impuls und da weiß man eigentlich auch schon ohne dass ich jetzt auf irgendein Röntgenbild geachtet hatte aber aus Annamneson unter Untersuchung wie sozusagen es um die Hüfte bestellt ist.
00:05:25: Dann gucke ich natürlich auch noch mal um Stauchungsschmerz, also das ist ein bisschen den Ausmaß der Zerstörung des Gelenkes.
00:05:31: wenn nicht der Stauchungsschmerz stellt er so ein bisschen da.
00:05:33: und dann natürlich auf die Beinlängendifferenzen.
00:05:35: Die können natürlich multifaktoriell sein aus der Haltung des Patienten, aus der Lendenwirbelsäule, aus dem Beckenschiefstand der vielleicht auch dann sekundär entstanden ist aber kann natürlich auch absolut sein durch die Arthrose und würde als letzten Schritt dann immer so die Beindlängendeferenz nochmal angucken.
00:05:51: Das ist ja schon relativ ausführlich, was man da alles machen muss.
00:05:53: Aber klingt ja spannend so zusammengefasst.
00:05:56: Wir fragen die Schmerzanahmenese von den Patienten dann wie sie mobil sind?
00:05:59: Wie sie noch beweglich sind und im Alltag zurechtkommen also nicht mehr Socken anziehen können, nicht mehr Schuhe anziehen kann.
00:06:05: Ja das ist ja doch eine ganz schöne Einschränkung.
00:06:07: Also wenn sich das vorstellt das geht nicht mehr.
00:06:11: Da würde ich wahrscheinlich auch zum Kollegen gehen oder zum Orthopäden.
00:06:15: Jetzt hast du diese ausführlich untersuchst und untersucht.
00:06:18: Du bist ja dann wahrscheinlich schon recht sicher, dass es eine Coxarthrose ist.
00:06:22: Was meldest du denn für ne Bildgebung an?
00:06:25: Ja, der erste Schritt ist immer ganz klar ein Röntgen.
00:06:28: Also eine Beckenübersichtsaufnahme und dann eine Axialaufnahme der jeweiligen Hüfte die dann betroffen ist.
00:06:36: Wir machen ja mal sehr gerne Becken-Übersichtsaufnahmen.
00:06:38: Das ist durchaus aus strahlenschutztechnischen Gründen.
00:06:41: durchaus wird darüber diskutiert Aber dann hat man einfach die Symmetrie.
00:06:45: Man kann über Beinlänge sagen kommt ihr außer Hüftel?
00:06:48: Kommt ihr nicht außer Hünfte.
00:06:49: also ich denke das beste Diagnostikum ist immer noch ne Beckenübersehungsaufnahme durchzuführen.
00:06:54: Und wenn du dann die Röntgenbilder hast, worauf achtest du?
00:06:57: Was sind so typische pathologische Veränderungen bei der Kokosatose.
00:07:01: Ja... Die Klassiker sind ja dann die Gelenkspaltverschmählerung, dass sozusagen ein Gelenkspalt, der ja nur nun virtuell da ist also die Knorpenschicht sozusagen abgerieben ist und dadurch Knochen auf Knauen steht.
00:07:14: Der zweite Blick wäre denn eigentlich Weil das ist ja eigentlich der klassische Beweis für die lange Dekadenanhaltende Veränderung, die subchontrales Glerosierung.
00:07:23: Also klassisch im Negativröntgenbild dass ich dann sehr weiße Stellen habe direkt unterhalb des Gelenkspaltes.
00:07:30: Das spricht dafür und bei ihr Hüfte gibt es noch mal was ganz Typisches.
00:07:33: Das sind hier einigend ganz sympathischer deutsche Ausdruck.
00:07:36: Die Geröllzüsten, die uns so ja die Anatoben haben immer irgendwie sehr plastische Dinge beschrieben wie so ein Geröll fällt in den Alpen, wenn also schwere Steine sich zersetzen und dann irgendwann zu Kies werden.
00:07:48: Und das sind halt nicht angeborene Züsten so wie wir es ja kennen aus erinnern Medizin von Niere- und Leber- und Ähnlichem sondern erworbene Züchten auf dem Boden der starken Entzündung im Gelenk.
00:07:59: und dann kommt es halt zur Züstembildung einen Hüftkopf und eben Arztetablung.
00:08:04: Wenn du diese typischen Veränderungen im Röntgenbild gesehen hast brauchst du dann manchmal noch ein CT oder MRT um deine Diagnose zu stellen?
00:08:12: Der MRT eigentlich gar nicht.
00:08:15: MRT ist auch für mich kein Diagnostikum der Arthrose an sich, ich finde die Beurteilung für mich selber der Knorpelschicht immer noch schwierig.
00:08:26: da gibt es manchmal wo sehr schwerwiegende Knorpelveränderungen beschrieben werden aber in der klinischen Untersuchung im Röntgen recht wenig finden und manchmal aber auch anders herum.
00:08:34: Insofern das MRT wäre für mich das klassische Diagnosticum der Hüftkopf-Nikrose.
00:08:40: wenn also das Akzeptabel um gar nicht betroffen ist, dass es eine Minderdurchblutung gibt.
00:08:44: Auch ein Seitenaspekt der immer zu beachten ist und das CT ist eigentlich dann nur erforderlich für uns ja im operativen Setting, dass wir sagen oh da ist jetzt schon so eine starke Gelenkzerstörung was es auch teilweise gibt mit schweren, schweren Defekten.
00:08:59: diese Defekte möchte ich doch nochmal mehr dreidimensional hinterfragen und das gelingt im CT natürlich besser.
00:09:06: Also Frage wäre dann typischerweise, die ich mir selber stellen würde.
00:09:08: Kann ich den Patienten noch mit einer Standardendopothese versorgen oder baue ich schon was Spezielles?
00:09:16: Also Frage Größe des Defektes, Ausmaß des Defektes und daraus Konklusio welcher Art der Versorgung ist möglich?
00:09:25: Die Schichtbildgebung des MRT spielt keine Rolle und das CT bei Ausnahmefällen
00:09:30: kann man sagen.
00:09:31: Ganz genau!
00:09:33: Jetzt haben ja viele Patienten, die in eine Sprechnung oder zum Orthopäden gehen und schon die Befürchtungen haben, dass es eine Arthrose sein könnte.
00:09:41: Angst, dass sie dann gleich operiert werden.
00:09:45: Gibt's denn auch konservative Therapieansätze bei der Hüftgelängsarthrose?
00:09:49: Die erfolgsversprechend sind?
00:09:50: Ja absolut!
00:09:51: Da gibt es ja auch eine Leitlinie dazu auf die man sich ja auch immer so berufen kann.
00:09:54: Leit Linie wie das der Name ja auch schon sagt ist keine Verpflichtung aber vielleicht ein Fahrt den man folgen kann und sollte Insofern, dass man erst mal mehrere Monate, drei bis sechs Monate eine konservative Therapie durchführen sollte.
00:10:10: Und dies natürlich erst einmal.
00:10:12: dann darauf zielt darauf ab vielleicht erstmal die akute Entzündungsreaktion zu reduzieren das werden also eine medikamentöse Therapie typischerweise mit antiflogistischen Medikamenten die da am besten wirken und dann dem Patienten wieder in die Mobilität zu bekommen und dass das gelenkt bewegt wird.
00:10:30: Wir wissen halt, wenn die Gelenkernährung besser ist dass dann auch diese entzündlichen Prozesse reduziert werden können.
00:10:38: Den Zeiger der Uhr des Körpers dreht natürlich heutzutage kein Therapeult zurück.
00:10:43: das heißt ja Verschleiß als solcher wird immer bestehen bleiben.
00:10:46: Das ist sozusagen die Frage auf welcher Stufe der Entwicklung des Schmerzes kann ich eingreifen?
00:10:52: und da wäre also das Abzielen einer konservativen Therapie zielt auf den die Entzündungen
00:10:58: ab Und müssen sich die Patienten schon?
00:11:01: Also ist das aktive Leben vorbei, wenn man die Arthrose konservativ behandelt.
00:11:05: Ja so bin ich ja quasi sind wir ja auch beide ausgebildet worden dass wenn ein Patient Probleme hat das mir dann am Krücken geben und im schlimmsten Fall dann vielleicht in Rollstuhl setzen und er soll jetzt mal das Gelenk drei Monate entlasten und dann wird alles wieder besser weil es ist eine Überlastungsreaktion.
00:11:21: letztendlich sehr bildliche Vorstellung.
00:11:28: Statistische Nachforschung hat ja nicht ergeben, dass das bradekontraproduktiv ist.
00:11:32: Im Gegenteil die Patienten sollen sich bewegen, die sollen Bewegungsübungen machen natürlich alles im Maß der Möglichkeiten.
00:11:40: Also wenn ein Patient jetzt sehr starke Schmerzen und sehr stark Entzündungen hat dann ist wahrscheinlich eine fossierte Physiotherapie eher hinderlich Und dann natürlich unserem Phastrakonzept auch folgend.
00:11:51: Es geht nicht um Beübung, es geht nicht darum um Anwendungen sondern es geht letztendlich darum dem Patienten ein Leitfahrt zur eigenen Aktivität zu geben und zur Eigenbeübung wie leicht mit Unterstützung eines Physiotherapeuten.
00:12:05: das ist sicherlich sinnvoll aber die Aktivistät steht an erster Stelle wenn man sowas erfolgreich konservativ therapieren
00:12:12: will.
00:12:12: Ich sag meinen Patienten ja immer ein Physiotherapeut ist wie ein Tennis Trainer und wenn ich nur einmal die Woche zum Tennis Training gehe, dann werde ich nie Wimbeln gewinnt.
00:12:20: Wenn ich aber jeden Tag Trainierer und Mädeln immer wieder vom Trainer zeigen lasse was mache ich falsch nach ein paar Tagen oder Einheiten?
00:12:27: Dann werde ich wahrscheinlich erfolgreicher sein.
00:12:29: würdest du das so bei der Physiotherapie bei den Adrossen auch näherungsweise sehen?
00:12:35: Absolut, so wie du das sagst haben wir ja alle unseren Sleng und unsere Sprüche.
00:12:38: Da würde ich sage ja häufig dann der Physiotherapeut soll in einer Ecke stehen mit der Trillerpfeife und sozusagen sie zurechtdrillern.
00:12:46: aber natürlich es hilft natürlich schon wenn man alleine ist und ich glaube jetzt gerade für die ältere Generationen die ja noch nicht so app bezogen ist Aber auch eine Trainingsapp ist ja doch vielleicht da hat man haben wir hier aufwärmen das ja alles schon mal aus, wo wir doch nochmal ein paar Frage zeichnen.
00:12:59: Der Physiotherapäut hilft an glaube ich bei der eigenen Unsicherheit und sollte ein zu einer Sicherheit führen eine klare Übung mit einmachen, dass man es dann vielleicht zwei drei vier Wochen in eigenständig nachtrainiert.
00:13:10: Und dann sich vielleicht nochmal überprüfen und korrigieren lässt sowas.
00:13:14: Man fällt ja doch in seine eigene Bequemlichkeit zurück und vermeidet dann auch die Sachen die anstrengend sind wenn jetzt die konservative Therapie wir nennen das ja so schön ausgeschöpft ist.
00:13:24: also wir haben da alles gemacht.
00:13:25: Wir haben den Patienten vielleicht noch mal zwei Beschwerde ärmere Jahre oder drei beschert.
00:13:32: Jetzt kommt der Patient aber und die Therapie ist an ihrem Ende angelangt.
00:13:37: Und wir würden den Patienten operieren, gibt's da den perfekten Zeitpunkt oder kann man das so nicht sagen?
00:13:45: Ja ich glaube schon es gibt noch einen Zeitpunkt wo die Bewegungseinschränkung des Gelenkes noch nicht zu stark ist weil das natürlich sekundäre Folgen hat.
00:13:53: wenn der Patient jetzt wirklich eine erhebliche Bewegungs Einschränkungen hat also ne Beugekontraktur von zwanzig Grad und nur noch beugen kann bis sechzig Grad, und Rotation ist völlig aufgehoben.
00:14:04: Und er hat das jetzt schon zwei drei Jahre.
00:14:06: Dann ist ja klar, dass daraus sekundäre Konsequenzen in der Muskulatur im Bandapparat entstanden sind.
00:14:12: Die kann man nicht einfach wieder hinein operieren.
00:14:15: Das heißt also wenn die Bewegungseinschränkung erheblich zunimmt, ist es für mich eigentlich immer so ein Zeichen dann zu operieren.
00:14:23: dann ist auch eine seltene Situation, wo ich dem Patienten eher motiviere zur Operation.
00:14:29: Weil ich sage, wenn Sie jetzt nochmal ein, zwei Jahre warten, dann wird das Ergebnis sicherlich
00:14:33: schlechter.".
00:14:35: Also der Patient muss sehr gut ärztlich geführt werden, dass man diesen Zeitpunkt nicht verpasst?
00:14:39: Weil ich glaube, wenn der Patient dann wirklich zu spät kommt, da sehen wir ja hier oft, die sind dann enttäuscht und eigentlich ist das Ergebnis auch dann nicht so gut wie wir das kennen, wenn wir den optimalen Zeitpunkt treffen.
00:14:51: Kommen wir mal zu Prothesen, das ist ja bei den Patienten die Vierversorgung mit den Arthosen.
00:14:59: Die Therapie der Wahl aus.
00:15:01: was für Bestandteil bestätigende Hüftprothese eigentlich?
00:15:05: Letztendlich geklassischerweise besteht eine Hüftprothese aus vier Komponenten.
00:15:09: Das ist die klassische Zementfreie Versorgung, das heißt diese Prothesen werden ja letztendlich hoch energetisch.
00:15:16: unser Hammer im OP wiegt ein Kilo, dass es also einen ausgedehnter Vorschlaghammer eingeschlagen in den Knochen mit voller körperlicher Kraft und dadurch kommt es zu einem Verklemmen dieser Prothesin im Knoch.
00:15:30: sicherlich für jüngere Menschen und für Menschen mit einer ausreichend guten Knochenqualität die beste Lösung.
00:15:35: Diese vier Komponenten umfassen einmal ja die Beckenseite und den Oberschenkelknochen.
00:15:41: Und wenn wir am Becken anfangen, dann würde also das Becken erst versorgt werden... Wir haben hier so ein bisschen altertümlich einen deutschen Ausdruck da, die Hüftpfanne im Englischen ist es ja meistens etwas Bregenanterer und knapper, das Kap, die Schale oder... Das trifft es vielleicht etwas besser, das würde also ausgefriest werden und dann kommt dort eine sogenannte Hüffpfanne hinein, wenn wir in der deutschen Thermologie bleiben Und da kommt dann noch mal ein Inlay rein, dass er das eigentliche Drehzentrum bietet.
00:16:07: Beim Inlay gibt es verschiedene Dinge.
00:16:09: Da gibt es Keramik und da gibt es auch Polyethylen-Inlays also Kunststoffinlays.
00:16:14: Wir benutzen hochvernetzte Kunststoff inlays sind damit eigentlich sehr zufrieden.
00:16:20: Keramic stand früher so ein bisschen unter dem Ruf.
00:16:22: Es kann auch mal brechen ist tatsächlich so.
00:16:24: die sind aber mittlerweile auch besser geworden.
00:16:26: Aber was man in Deutschland auch nicht vergessen darf ist ja mal die Kostenstruktur.
00:16:29: keramik ist deutlich teurer.
00:16:31: Die Kasse zahlt überhaupt nicht, weil das ja mit einer Pauschale bezahlt wird.
00:16:35: Das heißt diese deutere teure Keramikversorgung findet deswegen in Deutschland was die Hüftschale angeht in der Pfanne kaum noch statt.
00:16:43: Was anderes ist es am Schaft.
00:16:45: dann würde ja dann der zementfreie Schaff gewählt werden.
00:16:48: da gibt es jetzt nochmal verschiedene Dinge wie Kurzschaft und Normalschaft.
00:16:52: Es geht jetzt vielleicht auch sehr weit aber letztendlich ein Schaften muss in den oberschenke Knochen hineingeführt werden.
00:17:00: Und dann bei jüngeren Menschen oder beim Menschen, die noch sehr aktiv ist.
00:17:04: Ich tue mich immer schwer wenn ich sage Jüngere weil ich glaube unsere Gesellschaft ist ja sehr komplex.
00:17:08: wir haben sixty-fünfjährige sind sehr sehr verbraucht Wir haben eighty zwei jährige die noch jeder auf dem Golfplatz stehen.
00:17:13: also bei Patienten die biologisch junger sind und nicht vom Alter her betrachtet würde man ein Keramikkopf nehmen der wird dort aufgeschlagen das ist eine Konusverbindung Das heißt es läuft konisch zu und der Kopf ist genauso gearbeitet Und dann hat man vier Komponenten.
00:17:30: Dann trinkt man das wieder ein, vorher hat man nochmal geprobt mit Plastikköpfen und des Hüffgelenk wird eigentlich klassischerweise bei solchen Operationen immer länger.
00:17:39: Wir spielen dort immer mit drei Komma fünf bis vier Millimeter Länge und also da könnte man dann also logischer Weise das summieren, also drei Kommas sieben zehn Komma Fünf
00:17:50: usw.,
00:17:50: aber wir wollen ja die Beinlänge möglichst gleich halten und die Spannung der Muskulatur wieder herstellen.
00:17:57: Also du hast eben gesagt, wir haben die vier wesentlichen Komponenten.
00:18:00: Die Pfanne, die sich mit dem Acetabulum oder im ausgefressenen Acetablum verklemmten... ...die Pfanne kommt das Inlay rein,... ...dann habe ich den Schaft, der nicht ausbrieße, also den oberstenkelknochen, da kommt dann der SchaFT rein und auf den schaft der Kopf.
00:18:16: Du hast es eben schön gesagt!
00:18:17: Mit den zementfreien Prothesen ist ja die Voraussetzung dass der Knochen eine gewisse Elastizität hat damit sich das verkleben kann.
00:18:24: Ich vergleiche das mal, wenn die Patientin mich fragt, warum habe ich denn jetzt eine zementierte Prothese bekommen?
00:18:28: Naja.
00:18:28: Wenn man in ein Tonrohr etwas versucht einzuschlagen und dann wird das platzen weil es eben keine Elastizität hat ist das denn so dass wir bei einem osteoporotischen Knochen prinzipiell zementieren müssen?
00:18:41: oder kann man da auch cementfrei arbeiten?
00:18:44: Ich würde mal so sagen, man sollte eigentlich zementieren.
00:18:46: Wenn die Knochenstruktur schwach ist dann mache ich durch das zementierte Vorgehen auch einen Schutz für den Menschen und für den Patienten weil ich ja nicht mit so hoch energetischer Schlägen in den Oberschenkel oder das Becken bearbeiten muss sondern sehr viel Defizieler vorgehen kann und dementsprechend ein Schutzmarkant.
00:19:05: Das darf man ja nicht vergessen.
00:19:06: Das geht glaube ich manchmal mal so ein bisschen unter.
00:19:08: Die andere Frage ist ja dann, die man da beantworten muss.
00:19:11: Ist die Standzeit?
00:19:12: Und da wissen wir halt ganz genau und das ist belegt und bewiesen durch die Studien, dass also eine zementfreie Versorgung bei einem osteoporotischen oder schlechten Knochen oder beim sehr alten Patienten eigentlich mit höheren Lockungsraten verbunden sind.
00:19:28: Genau!
00:19:28: Das ist glaube ich noch mal ganz wichtig, dass man darauf hinweist, dass es auf die knochenqualität ankommt.
00:19:39: Du hast gerade gesagt, die Standzeiten sind schlechter wenn man osteoporotischen Knochen eine zementfreie Brothese einbringt.
00:19:47: Wie lange hält eine so eine Brothesel heute, die wir einbauen?
00:19:50: Letztendlich können wir ein paar Schalte davon ausgehen, dass sie zwanzig Jahre und länger halten.
00:19:54: Das ist natürlich schon eine wirklich lange Zeit.
00:19:57: früher hat man immer von zehn fünfzehn Jahren gesprochen.
00:20:00: Wir berufen uns da ja zu meist auf ausländische Register Aber auf europäischer Register, wieso?
00:20:06: wir Deutschen haben ja immer so ein bisschen Angst vor Big Brother is Watching You.
00:20:10: Entsprechend gab es ja keine zentrale Datensammlung des Endopathiesenregister in Deutschland wird jetzt seit zehn Jahren erst aufgebaut.
00:20:19: die ersten Daten liegen also vor.
00:20:20: das heißt deutsche Daten über zwanzig Jahre gibt ist gar nicht.
00:20:26: Und das Register zeigt zum Beispiel, wie sind die Frühlockerungsraten für Propothese und so weiter?
00:20:32: Letztendlich kann man aber ganz klar sagen.
00:20:34: Die klassischen Markenprodukte, die auf dem Markt sind sozusagen verfügbar sind für die Kliniken unterscheiden sich nicht erheblich.
00:20:42: Es gibt Norengs, wo man sagt muss ja da ist weniger Revision Aber die Standzeiten sind nicht, es gibt nicht mehr so diesen großen Outlayer wo man auf einmal sagt oh Gott, die gehen hier alle nach fünf Jahren locker.
00:20:53: Das gab's früher sehr häufig.
00:20:56: Also da kann man sagen die Produkte die heute auf dem Markt und zugelassen sind sind so zuverlässig dass man mit einer Standzeit wird ungefähr zwanzig Jahre rechnen kann im Durchschnitt.
00:21:06: Genau ist der immer nur durchschnittswert oder?
00:21:08: wie ich mein Patient immer sage, ist halt eine Medizine an der Wissenschaft der Wahrscheinlichkeiten.
00:21:12: Die meisten halten zwanzig Jahre und manche halten dreißig andere, hat nur fünf.
00:21:16: Das ist halt auch ein bisschen schicksal manchmal dabei.
00:21:22: Wir hören ja immer wieder dass gerade so größere orthopädische Zentren damit werben, dass sie minimalinvasive oder schonende Zugänge haben?
00:21:35: Was sind da die unterschiedlichen Zugänge, die wir haben bei der Höfbrothese?
00:21:39: Ja, ich habe ja nun auch schon eine gewisse persönliche Historie.
00:21:43: Also als ich vor über zwanzig Jahren ausgebildet wurde da war der klassische Zugang, der laterale Zugang und dann wurde mir immer beigebracht also ein Hüftgelenk muss man an der Seite des Oberschenkels mindestens zwanzich Zentimeter aufschneiden um eine adäquate Hüfteoperation zu machen.
00:21:58: Und wir dürfen nicht vergessen dass unter dieser Methode die uns jetzt ein bisschen schaudern lässt diese Operation von der WHO ja zur erfolgreichsten Operation gewählt wurde Zu diesem Zeitpunkt schon Und insofern waren auch mit diesen sehr, sehr alten doch für uns ja fast brachialen Methoden heutzutage die Ergebnisse was die Hüfte betrifft recht gut für die Patienten.
00:22:18: Wir operieren also heute mit sehr viel kleineren Zugängen und da trete ich noch mal ein bisschen zurück weil der Hautschnitt ist gar nicht das wichtigste oder die Länge des Hautschnittes.
00:22:28: Der bedingt ja auch die körperliche Fülle.
00:22:30: wenn ich jetzt eine Patientin habe im BMI von sieben, dreißig und mehr.
00:22:34: Da muss ich wahrscheinlich doch zwanzig Zentimeter aufschneiden damit ich überhaupt mit meiner Hand bis zum Hüftgelenk vordringen kann oder mit meinen Instrumenten das heißt also beim durchschnittlichen Patienten mit einem durchschnittlichen Gewicht und keine Adipositas können wir heute sehr zu Tage sehr viel kleinere Zugänge machen.
00:22:48: da gibt es hier zwei verschiedene Arten.
00:22:51: Ich weiß nicht, ob der das zu weit führt.
00:22:52: Aber es gibt diesen weltberühmten Armistzugang.
00:22:55: Der ist ein bisschen ein Marketingprodukt.
00:22:57: Das wurde von einer Firma gesagt, dass sie so einen guten Zugang hätten.
00:23:01: und wenn man jetzt die sozialen Medien nachschaut und auch sozusagen die Suchmaschinen, die uns zur Verfügung stehen auf die, die angeblich intelligent sind dann würde man meistens immer da als erstes draufstoßen weil das einfach eine sehr weite Marktverbreitung hat.
00:23:16: Und wir, was wir hier machen in Mainz ist der andere laterale Zugang also auch ein muskelschonender Zugang.
00:23:21: Das sind das ist letztendlich die Überschrift Muskulatur nicht mehr zu trennen sondern durch muskuläre Lücken zu operieren diese mit Instrumenten aufzudänen und dann den Hüftkopf von den Schenkelheit zu erreichen ohne halt die Muskulatur elementar verletzt zu haben.
00:23:36: Das ist eigentlich die Quintessenz von minimal evasiver Chirurgie.
00:23:40: Mein Kritikpunkt daran ist, dass natürlich dann auch manche Kliniken und manche Homepages von kommerziellen Betreibern dann doch in eine Richtung gehen die dann implizieren.
00:23:51: Es blutet gar nicht mehr es wird reingezaubert.
00:23:55: also das ist Chirurgie der Körper wird mit Messer aufgeschnitten ja es wird auch noch bluten aber in der Tat sind heutzutage damit diesen zugehängt.
00:24:02: zum Beispiel die Transfusionsraten hatten wir mal In der ONI-Kliniktransvisionsraten bei primärer Endopathie liegt von über zwanzig Prozent.
00:24:08: Wir wollten das besonders gut machen und im Nachhinein sagt sich eigentlich, dass es nicht gut war.
00:24:12: Und wir haben heutzutage Transvisionsraten bei primären Endopathien von unter einem Prozent.
00:24:17: Ich bin ja Transfusionsbeauftragter.
00:24:20: Das ist extrem wenig was bei primaren Prothesen eher schon ungewöhnlich wenn da mal ein Patient transfundiert werden muss.
00:24:27: früher war das tatsächlich die Regel also das war ganz normal.
00:24:30: Du hast jetzt gesagt es gibt diese unterschiedlichen Zugänge.
00:24:33: Ähm, ich finde immer wenn man solche neuen Zugänge macht die als besonders schont gelten.
00:24:39: das ist immer ganz Schick.
00:24:40: aber man muss sich auch überlegen wo stehen wir der mit unserem Zugang der jetzt vielleicht nicht ganz so.
00:24:45: Fancy isst oder nicht ganz also der nicht so verbreitet ist?
00:24:49: Aber unsere Patienten Die behandeln wir ja nach einem Fast Track schämen mal nach.
00:24:54: Vielleicht kannst du das mal schildern wie bei uns die Patienten dann nachbehandelt werden?
00:24:58: Ja absolut Ich glaube immer Das Wichtigste ist bei so was immer ein Gesamtkonzept und jeder einzelne Faktor führt zum Erfolg des Patienten, führt zum Erfolgt der Therapie.
00:25:08: Ich würde nie sagen jetzt die werden alle so gut weil ich den Zugang genommen habe oder explizit diesen schafft.
00:25:12: das ist der einzige Keypoint in dieser ganzen Behandlung nicht einen einzigen Keypoint.
00:25:17: Ich sehe aber den Keypoint wir brauchen.
00:25:19: man braucht Stringen des Behandlungskonzepts.
00:25:22: Und es ist bei uns halt auf Aktivität ausgerichtet.
00:25:24: das heißt Wir wollen nach Möglichkeit auch dass der Patient sich schon vor der Operation Fühlig bewegt vor der Operation, wenn man wieder in Bewegung kommt.
00:25:31: Das nennt man ja so Pre-Hep Wenn das möglich ist.
00:25:34: klar Rezepte sind da auch schwierig muss der Patient noch einen eigenen Antrieb haben Auch schwierig.
00:25:39: Aber letztendlich das Empfehlen ist immer wichtig.
00:25:41: nochmal zum Beispiel dass er Ergometer fährt oder Ähnliches oder Fahrrad fährt für die Operation wenn es noch möglich ist.
00:25:46: Und dann letztendlich wollen wir den Patienten noch optimal vorbereiten.
00:25:49: Das heißt, wir haben einen kompletten Vorbereitungstag und erklären dem Patienten nochmal etwas.
00:25:53: Wir wollen ihn sprichwörtlich aus Pferd setzen auf die Aktivität, ihn auch begeistern dafür.
00:25:58: Und das gelingt eigentlich ganz gut!
00:26:00: Dann haben wir sozusagen den OP-Tag und der OP- Tag ist schon auf komplette Aktivitäten ausgerichtet.
00:26:04: Wir haben ein durchgetaktes OP-Dag.
00:26:07: Der Patient kriegt ja auch eine lokale Infiltration.
00:26:11: Analgesie, das gehört ja auch noch mal dazu.
00:26:13: Dass er möglichst wenig Schmerzen hat.
00:26:15: Wir spritzen also Adrenalin und Obivakain in die Muskulatur.
00:26:19: Und dann soll der Patient direkt nach der Operation eine Stunde später aufstehen und laufen.
00:26:24: Vorher kriegt er nochmal Wasser-Eis weil das einfach hochgalorisch und zuckrig ist dass er ein bisschen Energie wieder hat, weil er ja aus einer gewissen Nüchternphase kommt.
00:26:32: Und dann darf er schon aufstehen und in Begleitung mit der Physiotherapie.
00:26:35: Dann, wer macht das zum Beispiel?
00:26:37: Wenn man jemand abends operiert wird, dann muss die Pflege dann sozusagen mit ins Boot geholt werden bei uns ja typischerweise bis neunzehn Uhr Physiotherapeuten im Haus.
00:26:44: Und dann so die nächsten Tage gehen dann schon auf die Eigentherapie.
00:26:47: wir haben dann ja diesen Bewegungsparkur entwickelt, wenn man das mal anschauen möchte zwischen Station A&B an der Wand ist gegenüber von unserem Büros.
00:26:55: auch da kann man gerne mal Hallo sagen Und da kann man ja dann ähnlich wie so an Ballettstangen und Stangen im Fußbereich über Bilder sozusagen Übungen schon durchlaufen.
00:27:05: Das sollen die klassischen Übung sein, die Patienten hoffentlich auch mit nach Hause nehmen.
00:27:09: Das kann man zuhause zum Beispiel an der Küchenplatte oder so machen.
00:27:12: das hat meistens immer eine ganz gute Höhe auf der man sich abstützen kann oder an einem Tisch.
00:27:18: Dann hat man die Möglichkeit ein bisschen sich eine gewisse Sicherheit zu geben aber trotzdem dann schon Übung mit Eigengewicht durchzuführen.
00:27:25: Und ich glaube, das sind eigentlich so die Keypoints.
00:27:27: Dass der Patient dann recht rasch in der Aktivität ist und das ist dann deutlich besser.
00:27:32: Das ist einfach ein Unterschied zu einem Patienten, der im Bett liegt und dann zweimal am Tag eine Lymphdrainage kriegt.
00:27:36: Das wäre manchen Patienten ganz recht aber es ist ja deutlich schlechtere
00:27:40: Wege.
00:27:41: Ja das ist wirklich faszinierend.
00:27:42: also die Patienten stehen am Tag der Operation auf und die meisten sind Schmerz Ich würde sagen Arm, also Schmerzfrei vielleicht noch ganz am Anfang beniedelt.
00:27:51: Gerade noch gut wirkt.
00:27:52: aber wenn die Nachläste sind sie wirklich schmerzarm und das ist für die Patienten, die wir hier betreuen so ein richtiger, so einen ganz toller Moment, wenn die auf einmal nach Jahren mit Schmerzen hier schmerztfrei aufstehen und sagen vorher hätte ich es vorher gewusst, ich habe mich vor drei Jahren operieren lassen.
00:28:09: Das ist eine ganz häufige Reaktion.
00:28:14: Wie ist es denn, die dürfen ja jetzt schnell wieder hier auf Station fahren und Treppe laufen.
00:28:19: Wann dürfen die dann so Alltagsaktivitäten wie Autofahren oder Moderatensport wieder machen?
00:28:25: Ja wir geben heutzutage eigentlich gar keine Limitierung mehr mit.
00:28:27: früher war's ja immer der Patient durfte sich nicht bücken oder ähnliches.
00:28:30: also da bin ich jetzt wirklich im Zeitraum vor vor zwanzig Jahren.
00:28:33: Wir machen dieses Prinzip jetzt schon geübt seit zehn Jahren.
00:28:35: also das wärmen gerade dieses Jahr sozusagen Geburtstag und Jubiläum.
00:28:40: insofern Das kann der Patient eigentlich wieder recht rasch, dass das Autofahren ist natürlich auch noch forensische Geschichte.
00:28:46: Also juristisch wenn so lange ein Patient noch unter dem G-Hilfen benutzt darf er einfach kein Auto führen weil er sich damit kennzeichnet als jemand der seine Beine noch nicht komplett beherrscht.
00:28:55: Das heißt wenn man jetzt will ich es nicht sagen, dass ich schon mal mit einem gebrochenem Bein gefahren bin aber das könnte man vielleicht behaupten und entsprechend wenn sie also mit einer Unterarmghilfe aus dem Auto klettern.
00:29:06: Es gab ja früher tatsächlich manche Kliniken hier hatten so eine Autokarosse üben konnten, wie man überhaupt in ein Auto einsteigen kann mit einem Prüzenhöfgelenk über eine Spezialmethode.
00:29:16: Das hat dann ungefähr fünf Minuten gedauert und das ist heutzutage einfach komplett obsolete.
00:29:21: Patienten soll einfach einstehen weil die auch das ist ja ganz entscheidend geändert.
00:29:25: früher gab es Luxationsraten von über zehn Prozent und wir sind heute ja im Promilbereich bei der Primär endopothetik weil wir einfach diese gute muskelschone Technik haben.
00:29:35: die Muskulatur hält das Gelenks stabil und dann kann der Patient noch recht viel machen So im Alltag.
00:29:41: Jetzt haben wir die Frage, was macht jemand zum Beispiel beruflich?
00:29:43: Arbeitet jetzt jemand als Dachdecker oder als Maurer?
00:29:46: Oder hat jemand eine Büro-Tätigkeit?
00:29:48: Das macht natürlich einen entscheidenden Unterschied.
00:29:50: Ich denke für eine Bürokratik ist man recht rasch wieder fit.
00:29:53: in Deutschland gibt es ja nicht diesen ganz starken Leistungsdruck.
00:29:57: Insofern... sind doch man viele Menschen ja länger noch au als in anderen Ländern mit einem nicht vergleichbaren System.
00:30:05: Ich habe aber auch schon Raumausstatt operiert, mir zu zwei Mann unternehmen.
00:30:08: der hat nach fünf Tagen wieder auf Erleiter gestanden.
00:30:10: das ist vielleicht auch nicht optimal Aber wenn man es muss im Anfang stehen geht dass auch so.
00:30:15: für eine beruhigtigkeit würde ich so sagen vielleicht vier bis sechs Wochen und für eine körperliche Tätigkeit darüber hinaus acht wochen vielleicht auch zwölf wochen halte ich aber schon recht lang.
00:30:25: sicherlich großzügig bemessen also Aber ja super, ich glaube wir haben einen sehr guten Eindruck bekommen über die Coxatrose und die Behandlungsmöglichkeiten.
00:30:37: Jeden meiner Gäste frage ich am Schluss drei Dinge, die Medizin Studierende zu dem Thema wissen sollten.
00:30:42: also welche drei Dinge sollten Medizinstudierende unbedingt über die coaxatrose wissen?
00:30:48: Ja vielleicht wie wir angefangen sind, auch mit der normalen klassischen Definition also die klinische Untersuchung.
00:30:55: Die Anamnese spielt eine große große Rolle und wenn man dann noch untersucht, hat man eigentlich schon vor einer Bildgebung in Diagnostik glaube ich ne Verdachtsdiagnose, die schon sehr sehr in eine Richtung geht.
00:31:05: auf der anderen Seite hatten wir über Leistenschmerz jetzt gesprochen In der leisten Schmerz.
00:31:10: das Hüftgelenk ist ja relativ tief in uns Menschen drin dass man das nochmal visualisiert.
00:31:15: Der Leistenschmerz ist der klassische Schmerz, wenn es Hüftgelenksbeschwerden gibt.
00:31:19: Und wie ich es ja schon erwähnt habe auch ob man das jetzt sehr, sehr difficil minimalinvasiv operiert oder doch tatsächlich auf eine etwas noch grobere Art und Weise die Hüfte ist sehr verzeihend.
00:31:31: Die meisten Patienten sind damit sehr zufrieden.
00:31:34: Das bedingt natürlich auch dass das sozusagen einer der erfolgreichsten Operationen ist, die die WHO so vorsieht.
00:31:41: Super Thomas vielen Dank für den Überblick.
00:31:45: Euch viel Spaß beim Hören, viel Spaß bei dem Nachbereiten und wir hören uns wieder mit den nächsten Folgen.
00:31:50: Bis dann!
00:31:51: Tschüss!
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