Frakturversorgung langer Röhrenknochen – das 1x1 der Unfallchirurgie

Shownotes

Femurschaftfraktur nach Motorradunfall, Tibiafraktur nach Sportunfall oder Humerusfraktur nach Sturz – die Versorgung langer Röhrenknochen gehört zum Kerngeschäft der Unfallchirurgie. Doch hinter jeder Fraktur steckt weit mehr als nur ein Bruch im Röntgenbild. In dieser Folge von Knochenschrauber spricht Dr. Sven-Oliver Dietz mit der Oberärztin Dr. Charlotte Arand über die Grundlagen der modernen Frakturversorgung – von der ersten Untersuchung in der Notaufnahme bis zur vollständigen knöchernen Heilung.

Gemeinsam besprechen wir die wichtigsten Schritte der Frakturdiagnostik, die Bedeutung der AO-Klassifikation und die Frage, wann konservativ behandelt werden kann und wann eine Operation notwendig wird. Außerdem werfen wir einen Blick auf die wichtigsten osteosynthetischen Verfahren wie Marknagel, Plattenosteosynthese und Fixateur externe und erklären, warum die Wahl der richtigen Stabilisierung entscheidend für die Heilung ist. Darüber hinaus sprechen wir über die Biologie der Frakturheilung, typische Komplikationen wie Pseudarthrose, Infektion oder Kompartmentsyndrom und analysieren anhand eines Fallbeispiels aus dem Schockraum das strukturierte Vorgehen bei einer Femurschaftfraktur.

Eine Folge für alle Medizinstudierenden, die die Grundlagen der Unfallchirurgie verstehen möchten – und für alle, die wissen wollen, warum erfolgreiche Frakturversorgung weit mehr ist als nur Schrauben und Platten.

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In diesem Podcast werden Inhalte der curricularen Lehre, aber auch Themen, die für Studierende der Humanmedizin und alle, die sich informieren wollen, interessant sind behandelt. Sven-Oliver Dietz, Oberarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU), ist Host dieses Podcast. Zusammen mit seinen Interviewgästen nimmt er Euch mit in den klinischen Alltag am ZOU, bespricht mit ihnen praxisnah relevante Krankheitsbilder, diagnostische und therapeutische Prinzipien sowie typische Fallbeispiele – fundiert, verständlich und auf Augenhöhe.

Wir freuen uns über Euer Feedback an knochenschrauber@unimedizin-mainz.de.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Herzlich willkommen zu Knochen-Schrauber, dem Podcast für Orthopädie und Unfallcheologie aus der Universitätsmedizin Mainz.

00:00:14: Mein Name ist Sven Oliver Dietz.

00:00:15: ich bin Oberarzt und Haus des Podcasts und bei mir heute eine gute Freundin des Postcasts Charlotte Arand.

00:00:22: Hallo Charlotte!

00:00:23: Hallo Olli!

00:00:24: Charlotte wir haben uns heute zum Thema genommen Frakturversorgung, Frakture Heilungen und wollten dabei wenn wir hinterher bei Frakturen Implantate sprechen für uns auf drei große Röhrenknochen ein bisschen beschränkt, nämlich den Humoros Femur und Tibia.

00:00:43: Es gibt noch mehr lange Röhre-Knochen aber bei denen wollen wir mal bleiben.

00:00:47: wenn man mal so... Ich muss mal kurz den Ventilator ausdenken.

00:00:54: So!

00:00:55: Ventilatur ist jetzt aus und Telefon abgearbeitet.

00:00:59: Ja pünktlich eine beginnende Aufzeichnung Schallt Leute, wir wollten darüber reden.

00:01:03: Wie ist das mit Frakturheilung und Frakturversorgung?

00:01:08: Wenn wir erst mal einen Schritt vorher vielleicht anfangen ... Die Patienten kommen ja nicht zu uns und sagen uns ich habe eine Fraktur, sondern kommen die Notaufnahme.

00:01:17: Wir sehen ne Fehlstellung von der Extremität.

00:01:20: Vielleicht sind wir auch den Knochen bei einer offenen fraktur Und haben den Verdacht auf eine fraktu.

00:01:27: Reicht es für uns ein Röntgenbild zu machen?

00:01:31: Nee, das reicht natürlich nicht.

00:01:33: Aber vielleicht ganz zu Anfang manchmal ist es ja schon so, dass die Patienten kommen und sagen ich habe eine Fraktur.

00:01:38: Entweder sind das richtige Schlauberger oder sie wissen halt tatsächlich Bescheid.

00:01:43: Nein für uns ... So wie in allen anderen Fachabteilungen auch steht unbedingt die Anamnese an erster Stelle.

00:01:49: Für uns ist wichtig zu wissen, was es eigentlich passiert?

00:01:52: Wie war der Unfallmechanismus?

00:01:54: Daher können wir vielleicht auch ein bisschen ableiten, wie die Krafteinwirkung auf den Knochen oder auch dem ganzen Körper gewesen ist.

00:02:00: Das ist nicht nur wichtig für die einzelne Fraktur, die wir detektieren wollen sondern vielleicht auch für mögliche Begleitverletzungen entweder direkt in der Umgebung der Fraktur oder aber auch kleinere Verletzungen, die dem Patienten vielleicht in dieser Akkutsituation wo halt der Arm krumm und schief ist gar nicht so richtig auffallen.

00:02:18: Bedeutet erster Schritt ist wie immer die Anamnese und als nächstes dann die klinische Untersuchung Wo es auch darum geht, nicht unbedingt nur genau die Stelle anzugucken.

00:02:28: Die wehtut sondern mindestens die angrenzenden Gelenke mit zu untersuchen.

00:02:32: bei Patienten, die jetzt nicht richtig auskunftsfähig sind weil sie entweder intubiert sind, weil sie politromatisiert sind oder weil Sie sehr dement sind oder sehr klein sind und Sie halt einfach noch nicht sprechen können bedeutet das unter Umständen den ganzen Patienten zu untersuchten.

00:02:48: Und wenn du jetzt den Patienten komplett untersucht hast was muss immer dokumentiert werden?

00:02:55: Also zunächst der Weichteilstatus habe ich irgendwo eine Hautmantelverletzung, ne Durchspießung, ne Schürfhunde oder sowas die für mich vielleicht auch für ein mögliches OP-Gebiet interessant werden könnte.

00:03:07: Aber auch so was wie Schwellungen, gespannte Extremität, Stichwort Compartment-Syndrom zum Beispiel Und ganz, ganz wichtig.

00:03:16: Wie ist der Peripherestatus hinsichtlich der Durchblutung?

00:03:19: Also Rekabularisierungszeit, periperipulse kann ich die tasten, Sensibilität spürt der Patient, Distall der vermeintlichen Verletzung alles.

00:03:27: und als Drittes die Motorik kann ja Distall regelrecht bewegen.

00:03:33: Ja also das dokumentieren wir und gegebenenfalls leiten sich ja daraus auch schon Therapiemaßnahmen, ab die noch vor einem Röntgenbild gemacht werden sollten oder angegangen werden sollten.

00:03:47: Aber nehm' ich erst mal an wir haben keine schlimmeren Verletzungen der Weichtern- oder neurovascularen Strukturen und schicken den Patient also zur Radiologie.

00:03:57: was ist denn die Standarddiagnostik um eine Fraktur festzustellen?

00:04:02: Also die Standard Erst Diagnostik, die wir anfordern und dann in der Regel auch sufficient bekommen ist die Röntgenbildgebung in zwei Ebenen.

00:04:11: Die zweite Ebene ist unbedingt wichtig.

00:04:13: Man sich vorstellt das Röentgenbild ist ja eigentlich ein bisschen so was wie einen Schatten den wir von dem Knochen machen.

00:04:18: Und es kann durchaus sein dass ich eine Fraktur wenn man die Ebene halt gerade so für die Frakture günstig erwischt, vor uns versteckt.

00:04:26: In der zweiten Ebene sieht man sie dann aber in der Regel

00:04:29: Also erstmal als konventionelle Röndgönn.

00:04:32: Und wann brauchen wir ein CT?

00:04:36: Die CT-Untersuchung ist eigentlich dafür geeignet, uns noch detaillierter die eigentliche Frakturmorphologie darzustellen.

00:04:45: Das ist vor allen Dingen in den Situationen wichtig wo wir eine sicher anatomische Reposition wieder erzielen wollen also vor allem bei Frakturen mit Gelenkbeteiligung oder aber auch bei Frakturen, bei denen wir relevante neurovaskuläre Begleitverletzungen erwarten.

00:05:04: Also zum Beispiel eine Gefäßverletzung begleitet.

00:05:07: zur Fraktur wäre dann die CT-Untersuchung mit Kontrastmittelgabel das Diagnostikum der Wahl um sie zu dedektieren.

00:05:15: Bei den langen Röhrenknochen wie häufig brauchen wir da ein CT?

00:05:19: Um es gut zu beurteilen?

00:05:20: kann man das so sagen.

00:05:23: So ganz pauschal kann man das nicht sagen, denn wie der Name schon sagt ist der lange Röhrenknochen sehr lang und hat deswegen ziemlich viele verschiedene Abschnitte die unterschiedliche Anforderungen.

00:05:32: Für Tibia-Kopffrakturen gehört das CT zur Standarddiagnostik bei Tibiaschaftfraktur hingegen es ist eigentlich häufig nicht erforderlich.

00:05:40: Ja

00:05:41: also höchstens man hat den Verdacht des Zieten Richtung der Gelenkflächen.

00:05:44: also man kann zum konventionellen Röntgenbild nicht so richtig beschreiben.

00:05:50: Jetzt ist es mit den Frakturen ja so, man will ja dann auch aufschreiben was das für eine Fraktur ist und wie schlimm die Frakture ist.

00:06:01: Und das ist ja etwas, was vielen am Anfang Probleme macht.

00:06:05: also und es ist ja auch ganz unterschiedlich der eine findet eine Fraktor ganz schlimm, der andere nicht.

00:06:09: Man sollte da aber mit einer Sprache sprechen.

00:06:12: Dafür gibt's ja Klassifikationen.

00:06:14: Welche Klassikation findest du für Studierende wichtig?

00:06:19: Ja, also natürlich ... die Klassifikationen kennen wir alle.

00:06:22: nicht so schlimm.

00:06:23: Schon eher schlimm und ganz schlimm.

00:06:25: Das ist ja aber nicht präzise, wie du sagst.

00:06:27: Und vor allen Dingen nicht für eine Kommunikation zwischen Behandlern ausreichend was ein sehr strukturiertes Nicht immer zu hundert Prozent Anwendbares Aber zu fünfundneunzig Prozent zutreffendes Klassifikationssystem ist.

00:06:45: Für die langen Röhrenkuloren ist die AO-Klassifikacion.

00:06:49: Die unterteilt die langen Röhrenknochen in verschiedene Abschnitte und untertelt dann nochmal nach schwere Graben der Fraktur.

00:06:56: Das ist was für ein Podcast, glaube ich, ein bisschen schwer jetzt zu erläutern aber das ist etwas, was sich auf jeden Fall lohnt einmal anzugucken.

00:07:03: und diese Systematik ist an sich nicht schwierig und lässt sich dann auf alle Röhnenknoche übertragen.

00:07:08: Was da vor allem sehr schön dabei ist, dass man darüber auch dazu kommt wie beschreibe ich die Frktur?

00:07:18: Es ist aber nichts lästiger, als wenn man nachts angerufen wird und eine A-O-Klassifikation an den Kopf geknallt bekommt.

00:07:24: Und sagt das müssen wir jetzt versorgen!

00:07:26: Aber dann hat mir ja vielleicht gesehen es ist eine Spiralfraktur des Femurschaftes oder eine Biegungsfraktur der Femur schafft.

00:07:33: Wenn man mit dieser morphologischen Beschreibung dann den Oberarzt informiert oder den Facharzt, dann ist das auch sehr nett und sehr freundlich.

00:07:43: Was denke ich ein großer Vorteil daran sich mit der Fraktur so auseinanderzusetzen, dass man sie klassifizieren kann.

00:07:49: Damit erfasst man tatsächlich auch den Grad der Instabilität der Fraktur ganz gut und daraus kann man dann schon ableiten ist das jetzt etwas was ich sofort versorgen muss vielleicht mit einem Fixateur?

00:08:02: oder ist es etwas was vielleicht sogar konservativ behandelt werden

00:08:05: kann?

00:08:05: Du hast das ja schon gerade schön angesprochen.

00:08:07: wir können etwas über die Stabilität sagen.

00:08:11: Entscheidet die denn letztlich darüber, ob wir eine Fraktur konservativ oder operativ behandeln?

00:08:16: Das ist auf jeden Fall ein ganz entscheidender Faktor.

00:08:19: Denn wenn eine Frktur eine nicht ausreichende Grundstabilität mit sich bringt, ist die konservative Therapie häufig nicht erfolgreich und scheidet damit eigentlich aus.

00:08:30: Umgekehrt heißt es nicht, dass jede stabile Frektur unbedingt am besten konservativ zu behandeln ist.

00:08:36: aber das sind die, die wir prinzipiell... im Falle der langen Röhrenknochen konservativ behandeln könnten.

00:08:42: Ja, also für mich ist es eigentlich so.

00:08:44: mit den konservativen Frakturbehandlungen spielen für mich vor allem die Morphologie eine Rolle.

00:08:49: wie schlimm ist?

00:08:50: Die Fraktur dysluziert?

00:08:51: haben wir eine Gelenkbeteiligung oder nicht?

00:08:53: Wie ist der Weichteil des Patienten?

00:08:55: und auch was habe ich für einen Patienten vor mir?

00:08:58: Man muss sich ja immer klar machen, die Therapie im Gips ist nicht nur komplikationsfrei sondern auch ein Gips kann eine ganze Menge Komplikation auftreten vor allem Druckschäden durch den Gips, wenn man jetzt einen Patienten hat der beispielsweise eine Polyneuropathie hat oder aber eine demenzielle Erkrankung bei den Erwachsenen oder bei Kindern die sich halt noch gar nicht so ausreichend verbalisieren können ob der Gips drückt oder nicht.

00:09:22: Da ist eine Gipsterapie schon herausfordert – nicht unmöglich!

00:09:26: Aber das sind sicherlich Faktoren die man mit einbeziehen soll.

00:09:30: Ja, absolut.

00:09:31: Das würde ich sogar fast als den wichtigsten Faktor herausstreichen, weil alle anderen Voraussetzungen können erfüllt sein für eine konservative Therapie aber wenn der Patient nicht in der Lage ist, komplett mitzuarbeiten dann so wie du es sagst kann die in furchtbaren Komplikationen

00:09:48: enden.

00:09:51: Letztendlich ist ja alles das was wir jetzt machen, nachdem wir die Fraktur erkannt haben und die Morphologie beschrieben haben.

00:09:58: Dass wir die Fraktur zur Heilung bringen wollen – das ist ja unser Ziel mit einem möglichst ax- und länggerechten Ergebnis bei den langen Röhrenknochen, bei den Gelenkfrakturen natürlich eine ausreichende Gelenksstellung, eine anatomische.

00:10:14: Aber vielleicht fangen wir in Schritt vorher an.

00:10:17: Eine Frage, Staatsexamen ganz gerne stellen und dann immer einen geschockten Blick ernten.

00:10:24: Wie halt denn eigentlich ein Knochen?

00:10:26: Wie halt eine Fraktur?

00:10:28: Ja, das kann ich nachvollziehen, dass man da vielleicht als Staatsexamskandidat nicht ganz drauf vorbereitet ist.

00:10:36: Es ist so, dass der Körper unabhängig davon ob wir ne Fraktur schienen oder in irgendeiner Art und Weise behandeln.

00:10:44: So unmittelbar nach dem Trauma mit dem Reparationsprozess anfängt.

00:10:48: Er versucht in Ordnung zu bringen.

00:10:51: Und allerwichtigster Bestandteil ist dabei erst mal das entstehende Fraktur-Hematom, das ist stammzellreich da es viel Regenerationspotenzial drin und dass was tatsächlich dann auch neben der Fraktur selbst den Schmerz im Verlauf macht ist die Entzündungsphase, die folgt bedeutet viele Umbauprozesse da wird richtig aufgeräumt von den körpereigenen Zellen im Röntgen häufig gut zu sehen als so ein, naja, wolkiges Blumenkohlartiges röntgendichtes Kornglomerat um eine Frakturzone herum.

00:11:32: Dieser Callus stabilisiert primär erstmal und sorgt dafür dass die mechanischen Aufgaben wieder erledigt werden können, die der Knochen hat.

00:11:41: Und zuletzt kommt es dann zur Umbauphase in dem wieder kompetenter Knoche eingebaut wird, so wie wir ihn eigentlich

00:11:50: kennen.

00:11:51: Ja, mit dem Carlos im Röntgenbild.

00:11:52: Da sag ich den Kindern in der Kindertrauma spricht und immer das sieht so aus als würde der Knochen ein kleines Beuchlein bekommen.

00:11:58: Und dann die Umbauphase ist ja dann letztendlich dass wir die Remodellierung des Knochens abwarten.

00:12:04: Es ist wirklich erstaunlich wie so einen Knochennach einem Jahr wieder ganz normal aussieht und man denkt es ist nie etwas gewesen.

00:12:11: Könntest

00:12:11: du den Kindern sagen das ist wie der Papa?

00:12:13: Der bekommt zu Weihnachten immer ein kleites Beuchtlein.

00:12:20: Es gibt ganz schöne Weihnachten im Jahr, genau.

00:12:24: So ein Knochen du hast es gerade gesagt der halt ja von selbst und das ist ja tatsächlich so.

00:12:29: also bei Kindern.

00:12:30: eine grobe Fehlstellung kann man nicht tolerieren da muss man schon bisschen einschreiten.

00:12:35: aber da gibt's auch Frakturen.

00:12:36: die kann man ich sage mal so solange man darauf achtet dass die beiden Frakturfragmente im gleichen Körper bleiben werden sie schon wieder gut zusammenheilen.

00:12:45: Bei Erwachsenen ist es ja nicht ganz so.

00:12:48: Was haben denn Erwachsene vor allem für Faktoren, die die Knochenheilung negativ beeinflussen?

00:12:54: Also das fängt an mit dem Alter.

00:12:57: Je jünger, desto besser.

00:12:58: Das ist was dagegen können wir auch wenig tun.

00:13:01: Es gibt aber ein paar Erkrankungen, die des Faktor-Heilungspotenzial negativ Beeinflussen.

00:13:07: dazu gehören Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus.

00:13:11: Aber auch durch Blutungsstörungen per VK-Patienten.

00:13:18: Da ist sowohl die Chance, dass die Wunde nach Osteosynthese gut heilt als auch das der Knochen wahnsinnig schnell wieder stabil wird.

00:13:28: Nicht ganz so gut.

00:13:29: Ansonsten Infektion bei nach offenen Frakturen zum Beispiel.

00:13:34: Die können die Heilung kompromittieren und unter Umständen auch zu einer ausbleibenden Heilung führen.

00:13:41: Und dann auf ein paar Faktoren, die der Patient vielleicht unmittelbar direkt in der Hand hat ... Noxen wie zum Beispiel Nikotin, die ja letztendlich auch eine Durchblutungsstörung in der Mikrozirkulation machen und das Knochen Heilungsverhalten absolut negativ beeinflussen

00:13:57: leider.

00:13:59: Also aufhören zu rauchen ganz wichtig.

00:14:03: Die konservative Frakturbehandlung haben wir jetzt schon mal so grob angesprochen, wie gesagt haben man kann einen Gips anlegen.

00:14:10: ich glaube man kann es nicht zu viele Themen einer Podcastfolge abarbeiten.

00:14:15: deshalb werde ich die konservative Frakturversorgung noch einmal in einer eigenen Folge einstreuen.

00:14:21: Fangen wir doch mal an mit unseren im wahrsten Sinne des Wortes Werkzeugen, die wir anwenden können.

00:14:28: Es gibt ja ganz verschiedene Implantate, die man nehmen kann um Knochen zu stabilisieren und die stabilisierend den Knochern auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise klingt jetzt erstmal bisschen komisch Ist aber so.

00:14:42: Genau, vielleicht kannst du mal erklären warum das denn so ist?

00:14:46: Ja also allein durch die Lage des Osteosynthese-Materials übernimmt es ganz unterschiedliche Aufgaben.

00:14:54: Also wenn wir mal mit der Nagelostesynthese anfangen eigentlich dem absoluten Superwerkzeug für Schaftfrakturen im Bereich langer Röhrenknochen dann Nagel, den wir nach Reposition im besten Fall geschlossener Reposition in den Markraum einbringen bedeutet.

00:15:14: Dieser Nagel liegt dann wirklich im Zentrum des Knochens und wirkt dort als richtiger Kraftträger.

00:15:20: auch also Wir haben einen intra-medulären Krafttrräger Den wir je nach Frakturmorphologie unter Umständen postoperativ sogar direkt belasten können.

00:15:29: das ist ein absoluter Vorteil gerade wenn wir an Patienten denken die vielleicht Belastungslimitationen nicht so richtig umsetzen können, nicht ganz komplein sind.

00:15:39: Vielleicht nicht verstehen was sie für eine Verletzung haben.

00:15:42: Also die Nagelostysynthese ist da wirklich ein fantastisches Verfahren und ich habe mal auf einem gut zugegebenermaßen Kurs einer Organisation, die die nagelosty synthese sehr vorangetrieben hat gelernt wenn du kannst machen nagel.

00:15:59: Okay, jetzt wenn ich den Nagel in den Markraum einbringe und einen zentralen Kraftträger habe.

00:16:06: Wie halten dann ... wie stabil ist danach der Knochen?

00:16:13: Also das hängt zum Einen davon ab, wie ich den Nagell verriegele.

00:16:17: also auch der Nagel ist anatomisch vorgeformt an dem jeweiligen Knoche, den er soll und jeweils proximal und distal.

00:16:26: ist es möglich denen durch Bolzen zu verriegeln?

00:16:30: Und je nachdem, was ich für eine Fraktur vor mir habe, lohnt es sich einmal kurz zu überlegen.

00:16:35: Was hätte ich denn gerne für eine Verriegelung?

00:16:37: Die kann nur eine Rotationsstabilität bieten dabei aber dynamisch sein.

00:16:42: sie kann aber auch statisch sein dass ich so viele Bolzen einbringe das eigentlich kein Rütteln mehr ist an dem fixierten Fragment gegenüber dem Nagel und darüber kann ich tatsächlich steuern wie ausgeprägt meine oder wie Rigide mein Konstrukt ist.

00:17:01: Grundsätzlich ist es aber so im Bereich der Fraktur, erreiche ich durch eine Nagelostysynthese mit ganz wenigen Ausnahmen eine relative Stabilität.

00:17:12: Bedeutet zu kleinen Bewegungen in dem Bereich der Frakturzone ist auf jeden Fall immer noch möglich was sich vielleicht sogar extra gerne haben möchte um die indirekte Fraktureilung über Kalos Bildung anzukurbeln und zu stimulieren

00:17:27: klingt ja erst mal so ein bisschen widersprüchlich.

00:17:29: Ich mache eine Osteosynthese und dann habe ich da immer noch so ein bißchen Bewegung drin, ich glaube wichtig ist zu sagen diese Bewegungen sind wirklich minimal.

00:17:40: also das ist jetzt nicht im Millimeter oder Zentimeter Bereich sondern es ist wirklich in einem ganz ganz kleinen Bereich und ist dann auch so gewollt.

00:17:51: Warum bringt denn eine Marknage bei den großen Röhrenknochen einen Vorteil?

00:17:57: Was ist dein Vorteil gegenüber Platten beispielsweise?

00:18:01: Also die langen Röhrenknochen habe ich schon mal gesagt zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr lang sind.

00:18:05: Das bedeutet Sie brauchen in der Regel auch ein recht langes Implantat.

00:18:10: Die Nagelostysynthese dadurch das sie in den Markraum eingebracht werden muss braucht einen Entry der im besten Fall in der Flucht dieses langen röhren Knochen liegt.

00:18:20: und da wenn wir jetzt zum Beispiel ans Femur denken bietet es sich die Trochanterspitze an oder Retrograd durch das Kniegelenk.

00:18:28: In beiden Fällen ist die Eröffnung, die ich brauche, also die Weichteilverletzung, den Patienten zufügen muss um mein Implantat einzubringen deutlich kleiner als sie es jetzt für eine Plattenostysynthese mit einer offenen Reposition

00:18:42: wäre.".

00:18:44: Und wir erhalten natürlich das Frakturhemmerturm?

00:18:46: Das bleibt da wo es ist und da ist ja alles drin was die Fraktur zum Heiligen braucht.

00:18:51: Also das ist ja wirklich ein Wunderding dieses Fraktur-Hematom, was da alles an Faktoren drin rumschwimmt.

00:18:59: Und da kommen wir gleich zu den nächsten Ostiosynthese Formen die wir haben – die Plattenostosynthese.

00:19:05: So jetzt sollen wir eine Platte auf einen großen Röhrenknochen bringen.

00:19:09: Du hast es gesagt oder einen langen Röhreinknochen?

00:19:12: Die sind lang!

00:19:13: Die Platte, die ich brauche auch lang und der Zugang, den ich dann Wie ist der?

00:19:18: Also früher war er immer groß.

00:19:21: Das hat sich zum Glück ein bisschen geändert, vielleicht zunächst mal zur Differenzierung das es nicht eins zu eins immer zu übertragen aber... Nagelostesynthesen funktionieren super gut im Schaftbereich von langen Röhrenknochen.

00:19:35: Manche Platten tun das auch, aber die Platte hat ihre absoluten Vorteile im Metaphysian und Epiphysian-Bereich.

00:19:44: Wenn wir Frakturen haben, die in die Gelenkkfläche ausstrahlen, können wir mit dem Nagell nicht kontrollieren.

00:19:48: also sie hat ihr absolutes Indikationsfeld.

00:19:53: Es gibt ja aber auch Fraktoren, die ich vielleicht dennoch geschlossen reponieren kann.

00:19:57: Aber eine Platte brauche zur Stabilisierung.

00:20:00: Dafür gibt es heutzutage minimalinvasive Implantationsverfahren, entweder dass die Platte selbst über Inzielgerät verfügt oder aber das man die Plathe über eine kleine Inzision dann strengknochennah einschiebt und unter Röntgenkontrolle dann jeweils proximal und distal der Fraktur verriegelt.

00:20:21: Wenn ich nicht jetzt richtig verstanden habe, kann man sagen im Schaftbereich eines langen Röhrenknochens hat er Nagevorteile und Meter für sehr epi für sehr.

00:20:30: Da würde ich dann eher die Platte verwenden.

00:20:33: Ganz grob!

00:20:34: Es gibt natürlich immer Ausnahmen.

00:20:35: Klar

00:20:36: Eine zum Beispiel, wenn ich zwar eine Diaphyserefraktur habe oben drüber und unten darunter aber jeweils eine Prothese sitzt dann wird es schwer für den Nagel.

00:20:45: Und für solche peri- oder interprothetischen Frakturen ist gerade die Plattenostesynthese auch in den letzten Jahren sehr weiterentwickelt worden muss man

00:20:54: sagen.

00:20:55: Bei plattenosteosynthesen, wenn Ich das mit Unterricht erwähne kommt immer die erste Frage Die sind doch immer winkelstabil oder es ist eigentlich keine Frage, so eine Bemerkung.

00:21:06: Die sind immer winkelstabil.

00:21:08: Ein Winkelstabil.

00:21:10: ganz kurz erklärt für diejenigen von euch, die den Begriff jetzt noch nicht kennen und das ist eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Platte und der Schraube oder den Schrauben mit denen die Platte fixiert wird.

00:21:23: So ich sage dem jetzt noch gar nichts.

00:21:27: Vielleicht kann man das an einem Beispiel ganz gut erklären wie das funktioniert.

00:21:31: Die erste Firma, die Winkelstabile Implantate groß auf den Markt gebracht hat, hat diese kraftschlüssige Verbindung so gewählt dass in dem Schraubenloch von der Platte ein Gewinde war und im Schraubenkopf auch.

00:21:48: Diese beiden Gewinde haben passgenau zueinander gepasst Und durch dieses Greifen der Gewinde ineinander kommt es zu einem Kraftschluss zwischen der Schraube und der Platten.

00:22:00: keine Platte mehr, die durch Reibung hält.

00:22:02: Wie ich das jetzt normalerweise, wenn ich ihn schaniere beispielsweise mit einer Schraube am Stück Holz fest mache, hält es durch Reubung.

00:22:09: Ich drehe die Schrauben so fest an, dass dieses Metall runterdrückt und das ist bei den winkelstabilen System dann eben anders.

00:22:17: Was hat das denn für einen Vorteil, wenn eine Platte winkel stabil ist?

00:22:20: Warum machen wir das eigentlich?

00:22:22: Ja also wir haben einmal den Vorteil gerade jetzt beim osteoporotischen Knochen zum Beispiel, die Platte nicht in den Knochern reinquetscht.

00:22:33: Und dann dass sie aber auch einen zuverlässigen Lastträger darstellt.

00:22:38: Gerade bei nicht ganz so stabilen Knocher Verhältnissen bedeutet durch diesen Kraftschluss kommt es ja auch zu einer Umleitung der Lastübertragung ähnlich wie wir es vom Fixateur externe kennen so dass die Frakturzone selbst entlastet wird und wir dennoch eine überbrückende Stabilisierung haben, die dann eben nicht durch den Marktraum geht.

00:23:04: Wenn wir jetzt bei dem Plattensystem gucken – das Faszinierende bei den Platten ist ja, kann ich sowohl so einsetzen, dass ich eine relative Stabilität habe wie beim Marknageln.

00:23:13: Ich kann sie aber auch so einsätzen, da ich eine absolute Stabilität habe also wie bei einer Zugschraube.

00:23:18: Das würde bedeuten, ich presse die Frakturfragmente so aufeinander dass die aus die Hohne von einem Fraktur zum anderen rüber spazieren können, dann heilen sie auch ohne Kallusbildung.

00:23:28: Das kann ich ja beim Marknage eigentlich nicht... Der bleibt da eigentlich immer bei einer relativen Stabilität.

00:23:36: Einzige

00:23:37: Ausnahme vielleicht?

00:23:38: Die Querfraktur, die dauerhaft belastet wird!

00:23:41: Genau das ist eine Ausnahme.

00:23:43: Du hattest gerade noch ein Implantat erwähnt, von dem ich immer sage, das würde ich mit auf die einsame Insel nehmen.

00:23:49: Wenn ich ein einziges aus der Synthese-Systeme mitnehmen dürfte.

00:23:53: ist der Fixatur extern?

00:23:55: Ja

00:23:57: Was ist das und wann wendet man den an?

00:24:01: Also es sieht erstmal von außen relativ martialisch aus.

00:24:06: Es ist nämlich ein externes aus der synthese Verfahren Bedeutet, man stabilisiert den Knochen von extern.

00:24:13: Dazu brauchen wir eine Verbindung nach intern.

00:24:17: Wenn wir jetzt zum Beispiel eine Femurfraktur haben kann es Konstellationen geben in denen wir die nicht primär mit einer Nagel- oder Plattenostysynthese versorgen können.

00:24:26: Zum Beispiel beim politraumatisierten Patienten der noch ganz viele andere schreckliche Verletzungen hat.

00:24:31: Wir können sie aber auch nicht unversorgt lassen weil ne Femufraktur ein relevantes Blutungsrisiko darstellt.

00:24:37: Also müssen wir uns da irgendwie mit einem relativ zügigen minimal invasiven Verfahren behelfen, was im Zweifel auch eine Zeit lang anliegen bleiben kann.

00:24:49: Und da eignet sich der Fixateurexterne ganz wunderbar.

00:24:52: über jeweils Stichinzision werden Stahl- oder Titanpins je nachdem jeweils Proximal und Distall der Fraktur in den Knochen eingebohrt ist dann tatsächlich Inzision die sind nur so groß wie der Pin selbst.

00:25:07: Und dann werden diese Pins außerhalb des Körpers über Stahl oder in unserem Fall meistens Carbon-Stangen miteinander verbunden und über solche Muffen, wir nennen die Backenfixateur fixiert und angezogen.

00:25:24: So dass eine geschlossene Reposition unterm Bildwandler gemacht werden kann.

00:25:28: wenn die richtige Position erreicht ist wird das Fixatörsystem angezogen und so ist erstmal ne Stabilität erreicht die sicher nicht unbedingt immer für immer Held, aber zumindest mal für die erste Zeit bis wir den Patienten so weit haben dass wir ihn definitiv osteosythetisch behandeln können.

00:25:46: Also bei Kindern nutzen das ja tatsächlich um Frakturen auch auszubehandeln ist natürlich auch daran dass die frakturen etwas schneller heilen

00:25:53: viel schneller

00:25:54: und das faszinierend ist wenn man Kinder mit oberchenkel fixer töse die damit rumlaufen und fußball spielen oder auf dem Kletter gerüst sind.

00:26:02: Das kann tatsächlich funktionieren.

00:26:05: Man muss ja auch sagen, es gibt Länder auf dieser Welt wo Frakturen im Fixateur ausmachen.

00:26:10: Das kann man machen!

00:26:11: Also auch wir behandeln zwar selten aber auch mal einen erwachsenen Fixateur.

00:26:17: Es ist natürlich nicht so komfortabel.

00:26:18: das kann man sich vorstellen wenn da solche Metallstifte aus dem Körper rausgucken die mit Carbon lang verbunden sind?

00:26:24: Immerhin Carbon!

00:26:25: Genau immerhin etwas.

00:26:28: Jetzt haben wir also ein paar Osteosynthese-Verfahren kennengelernt für die langen Röhrenknochen.

00:26:34: Also den Marknage als zentralen Kraftträger, die platten Osteo synthese häufig als überbrückender Kraftträgern am langen röhren Knochen wenn wir im Schaftbereich sind und dem Fixatürexterne.

00:26:51: Wir hatten schon gesagt, Frakturheilung kann ja auch negativ beeinflusst werden und dann entsteht ein sogenanntes Falschgelenk oder eine Pseudatroseaufschlau.

00:27:04: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:27:06: Was passiert dann da im Knochen?

00:27:08: Also, ich glaube es ist auch was, was eine eigene Podcastfolge verdient hätte.

00:27:12: Die Pseudatrose aber vielleicht mal grob unterteilt.

00:27:16: Wir unterscheiden zwischen Hypertrofer und Atrophabseudatoose die sich genauso verhalten, wie der Name sagt.

00:27:25: Die Hypertrofe-Psoydertrose der Körper versucht zu heilen.

00:27:28: Man sieht viel Kallus, viel Knochen, Neubau aber der Frakturspalt bleibt einfach bestehen.

00:27:34: Die Atrophe-Pseudertrose da sieht es eher so aus als hätten die Frakturen enden nicht mehr so bock aufeinander und würden sich eher ein bisschen voneinander entfernen.

00:27:44: das kann ganz unterschiedliche Gründe haben.

00:27:47: Es kann ein Stabilitätsproblem sein die Fraktur nicht stabil genug ist.

00:27:53: Es kann sein, dass ich nicht ausreichenden Knöchern Kontakt zwischen den Fragmenten habe.

00:27:57: Dass der Stimulus zur Frakturheilung verloren gegangen ist – vielleicht wenn ich alles an den Frakturhämmerturm ausgespült hab.

00:28:03: Infektionen können ein Auslöser sein und nicht selten ist es tatsächlich so, dass wir in einer Revisions-, in einem Revisionsfall standardisiert werden Gewebeproben aus dem Pseudotrosarial entnommen und in die Mikrobiologie geschickt dass da irgendwelche Low-Grade-Infektionen rauskommen mit Hautkeinen, die von außen Sicht gar keine Entzündung gemacht haben.

00:28:28: Aber eben die Frakturheilungen gebremst haben.

00:28:31: Durch Blutungsstörung ist noch eine Option gerade bei Verletzungen wo es zu einer großen Deperiostierung gekommen ist im Bereich der Fraktuzone.

00:28:39: also das Periost ja eigentlich das was den ... Die Blutzufuhr sichert und wo wir eigentlich auch großes Potenzial für die Frakturheilung haben.

00:28:51: Habe ich was vergessen?

00:28:53: Nix Wesentliches, aber du sagtest ja schon es ist eigentlich eine eigene Folge wert.

00:28:57: Aber ich habe mir gedacht wir müssen die Komplikation voransprechen wenn wir schon über die Fraktorbehandlung und Fraktureilungen sprechen.

00:29:06: Schade Leute willkommen schon zum Ende und traditionell Der Abschluss bei uns ist ja die drei Dinge, die wir den Medizinstudierenden jetzt mitgeben würden zu der Folge.

00:29:21: Also in dem Fall zur Frakturversorgung langer Röhrenknochen.

00:29:25: Wenn es vier werden würde ich sagen das auch nicht schlimm.

00:29:28: aber was wären so deine wichtigsten Take Home Messages?

00:29:34: So wie wir eigentlich gestartet sind, das Röntgenbild ist auf jeden Fall nicht alles.

00:29:40: Wir brauchen viel mehr Informationen über den Patienten.

00:29:42: also Unfallmechanismus ist wichtig für uns.

00:29:45: mögliche Begleitverletzungen aber auch Vorerkrankung Medikationen mögliche Compliance der Weichteilmantel wenn alles zusammen entscheidet am Ende über unser operatives Vorgehen.

00:30:00: Wenn ich die.

00:30:01: Also einen langen Röhrenknochen sollte man idealerweise so früh wie möglich osteosynthetisch versorgen, wenn das aufgrund der Gesamtkonzentration des Patienten nicht geht.

00:30:11: Weil er zum Beispiel polytraumatisiert ist.

00:30:13: Der Fixateur ist immer ein probates Mittel um Zeit zu gewinnen und den Patienten vielleicht auch ein bisschen stabilisieren zur Ruhe kommen zu lassen Wann immer es möglich ist, das Frakturhemmerturm zu belassen.

00:30:32: Also was nicht heißt, dass man den Fracturspalt nicht von eingeschlagener Muskulatur depredieren sollte.

00:30:40: aber wir müssen den nicht blitzeblank putzen und idealerweise sogar die Fraktur gar nicht anfassen und eine geschlossene Reposition mit einem Nagel

00:30:50: machen.

00:30:52: Die Biologie nicht bremsen als Operateur sondern unterstützen.

00:30:56: Super Schalotte vielen Dank!

00:30:58: Ich glaube, das war eine sehr informative Folge für die Medizin Studierenden.

00:31:04: So weit zur Frakturversorgung der langen Röhrenknochen!

00:31:07: Viel Spaß beim Hören und bis zum nächsten Mal.

00:31:09: Tschüss!

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