Distale Radiusfraktur verstehen

Shownotes

Die distale Radiusfraktur gehört zu den häufigsten Verletzungen in der Unfallchirurgie, vom jungen Sportler nach Hochrasanztrauma bis zur älteren Patientin nach Bagatellsturz. Doch hinter der vermeintlichen „Standardfraktur“ steckt deutlich mehr, als viele im Studium zunächst vermuten. In dieser Folge von Knochenschrauber sprechen Sven-Oliver Dietz und Eric Hanke über die komplette Versorgung der distalen Radiusfraktur – praxisnah, strukturiert und mit Fokus auf das, was Medizinstudierende in den klinischen Semestern wirklich verstehen sollten.

Gemeinsam besprechen wir:

• klinische Untersuchung und wichtige Red Flags • radiologische Diagnostik und Frakturbeurteilung • Erstversorgung in der Notaufnahme • konservative Therapie versus OP-Indikation • operative Techniken wie die palmare Plattenosteosynthese • Besonderheiten bei älteren und osteoporotischen Patient:innen • Nachbehandlung, Mobilisation und Rehabilitation • typische Komplikationen und häufige Fehler im klinischen Alltag.

Außerdem sprechen wir darüber, warum ein gutes funktionelles Ergebnis oft wichtiger ist als das „perfekte“ Röntgenbild – und weshalb die distale Radiusfraktur gerade für junge Ärzt:innen eine ideale Verletzung ist, um strukturiertes unfallchirurgisches Denken zu lernen. Eine Folge für alle, die die häufigste Fraktur der oberen Extremität wirklich verstehen möchten – von der Notaufnahme bis zur Nachbehandlung.

In diesem Podcast werden Inhalte der curricularen Lehre, aber auch Themen, die für Studierende der Humanmedizin und alle, die sich informieren wollen, interessant sind behandelt. Sven-Oliver Dietz, Oberarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU), ist Host dieses Podcast. Zusammen mit seinen Interviewgästen nimmt er Euch mit in den klinischen Alltag am ZOU, bespricht mit ihnen praxisnah relevante Krankheitsbilder, diagnostische und therapeutische Prinzipien sowie typische Fallbeispiele – fundiert, verständlich und auf Augenhöhe.

Wir freuen uns über Euer Feedback an knochenschrauber@unimedizin-mainz.de.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Herzlich willkommen zu Knochen Schrauber, dem Podcast für Orthopädie und Unfallchirurgie aus dem Zentrum der Universitätsmedizin Mainz.

00:00:16: Mein Name ist Sven Oliver Dietz.

00:00:17: Ich bin Oberarzt und Unterrichtsbeauftragter für Unfall-Chirurgien.

00:00:21: Und mein heutiger Gesprächspartner ist mein Kollege Erik Hanke.

00:00:24: Hallo Erik!

00:00:25: Hallo Olli!

00:00:26: Erik schön dass du da bist.

00:00:28: Du bist ja bei uns vor allem für die Handchirurgie zuständig, auch ein bisschen für die Plastische.

00:00:33: Aber das soll heute nicht das Thema sein, sondern wir reden über einen echten Klassiker in der Unfallchirurgie, nämlich die distale Radiosfraktur.

00:00:43: Wir machen das mal anhand von einer Kasoistik und jetzt kommt eine ältere Patientin zu unsere Notaufnahme, die sie zu Hause über die Teppichkante gestolpert hat versucht sich mit der rechten Hand abzufangen.

00:00:55: Und jetzt steht das Handgelenk schief!

00:00:59: Wie würde aus deiner Sicht der ideale Assistenzarztin die Initiale Untersuchung machen?

00:01:07: Das ist ein Klassiker, das war schon ganz recht.

00:01:12: Teppich kannte ja leider immer wieder, leider eher die alte Dame fängt er schon da an mit dem osteoporotischen Knochen.

00:01:19: Ist halt mit die häufigste Fraktur, die es gibt beim Menschen und deswegen kommt das auch sehr häufig bei uns vor.

00:01:26: Ich denke mal Die Dame zeigt uns schon unten in der Notaufnahme, was ihr Problem ist.

00:01:33: Meistens kommen die ja schon so primär versorgt mit einer kleinen Schiene dran und wir orientieren uns erst mal.

00:01:40: Es ist irgendwie geschwollendes Handgelenk?

00:01:42: gibt es diese typischen Zeichen, Frakturzeichen ... Mit Kriptation würde ich jetzt nicht gerade anfangen, sehr unfreundlich der Dame gegenüber.

00:01:51: Manch eine Dame akzeptiert das komischerweise auch.

00:01:54: Ansonsten würde ich natürlich erst mal anfangen, wie sieht es aus?

00:01:58: Ganz banal.

00:01:59: Wie ist die Hautfarbe und wie ist die Schwellung?

00:02:02: Wie ist sie Temperatur?

00:02:03: Hat sie noch Sensibilität?

00:02:05: Ist das durchblutet?

00:02:06: Davon gehe ich natürlich grundsätzlich aus.

00:02:08: aber sollte man eigentlich schon einmal am Anfang untersucht haben weil es gibt schon Beleidverletzungen der Nervus medianus.

00:02:14: Der kann mal irritiert sein mit Paracelsin so eins bis drei.

00:02:19: Also insofern, das gehört schon mal dazu.

00:02:21: Und ich glaube dann sollte man auch gar nicht weiter lange fackeln bei dieser Primäruntersuchung Einschätzung einfach um Röntgenbilds anzufertigen lassen.

00:02:29: Okay also wir werden das nochmal zusammenfassen und wir würden anfangen mit der Inspektion gucken wie steht die Hand nach?

00:02:35: wo ist die Fehlstellung?

00:02:36: Nach Dorsal oder nach Wohler?

00:02:39: Gucken ist die Haut geschlossen oder ist die haut verletzt?

00:02:42: Da muss man auch sagen, gerade bei den älteren Leuten.

00:02:44: Wenn die so eine Pergamenthaut haben ist das gar nicht so selten dass wir da so kleinere Einrisse sehen.

00:02:49: Wir würden dann eine Pallpation machen.

00:02:52: also gucken ist der ist die Hand warm Dann eine kurze Durchblutung von durch Blutung Motorik.

00:02:57: Sensibilität Ist ja häufig nur über die Rekapitalisierungszeit möglich weil er ja wie gut du gesagt hast Der Patient in der Schiene ruhig gestellt ist und die Motorik so orientierend angucken.

00:03:11: Also man muss sagen, wenn ihr mit den Finger wackeln könnt ist ja schon gut, dass die haben jetzt nicht schere Steinpapier vormachen können das ist ja klar in der Situation.

00:03:21: Dann hast du gesagt Medianus eins bis drei.

00:03:24: also es bedeutet Finger eins bis Drei da fangen wir an einem Daumen das ist die Eins zwei Zeigefinger drei Mittelfinger ist ja so der Klassiker dass die Leute da so ein bisschen eine Krippelparästhesie haben für dich zumindest habe ich Ja, häufig gesehen.

00:03:37: Und dann schicken wir sie zum Röntgen.

00:03:40: und was du gesagt hast ja auch ganz wichtig die Anlage einer Schiene.

00:03:43: wenn es nicht schon durch den Rettungsdienst geschehen ist sollten wir doch wenigstens eine provisorische Schiene anlegen

00:03:48: als Schmerzmittel.

00:03:49: Unbedingtes.

00:03:50: Das ist

00:03:50: sonst Quälerei.

00:03:51: Ja klar also irgendwie braucht man Extremität rumlaufen das geht auch nicht.

00:03:55: Bin

00:03:55: ich ganz bei dir?

00:03:56: Wir röntgeln das Handgelenk in zwei Ebenen und wenn du so ein Röntenbild von einem Handgelänk orientierend anguckst.

00:04:05: So der erste Blick, worauf guckst du zuerst?

00:04:10: Ich schaue mir eigentlich muss ich sagen die Stellung des Karpus also der Handwurzeln zum Radius an.

00:04:15: das ist so für mich immer schon grob orientiert ob was in diesem Handsclatch stimmt oder eben nicht.

00:04:22: und dann gehe ich ins Detail.

00:04:24: ich versuche natürlich bei der Radiosfaktur dass es ja auch unser Hauptanliegen gerade zu orientieren, wie stark ist die Fraktur verkürzt?

00:04:32: Ist sie mehr fragmentär oder intraartikulär?

00:04:35: Gibt es Bildleitfrakturen?

00:04:36: Ist das eine Unterarmfraktur oder ist nur der PSU damit ab?

00:04:40: Der Prozessesystem zeigt mir, dass da schon ein bisschen mehr Wucht hinter war bei der Fraktur und daran orientiere ich mich dann zuerst.

00:04:50: Und dann gehe ich auf weitere Kleinigkeiten schon beim Karpus mit ein, weil das korreliert ziemlich miteinander.

00:04:56: Kann auch mal sein wenn es so typische Schauförfrakturen gibt wo der Prozesssystem des Radios ab ist, dass man so auf diesen SL-Spalt gucken sollte um sich nochmal zur vergegenwärtigen ob eine Dissoziation vorliegt oder eben nicht.

00:05:12: Prof.

00:05:12: D.

00:05:13: S. L.

00:05:13: Schwell?

00:05:14: Ja, Scaffolonea also zwischen Mondbein und Karnbein.

00:05:19: Das gucke ich meistens alles in was ich gerade gesagt habe mit der AP-Aussicht.

00:05:22: Und dann wende ich mich zu der seitlichen Aufnahme zu und schau mir auch wieder den Campus an wie zum Beispiel das Mondbeinn und das Karn Bein zueinander stehen.

00:05:33: Und dann schaue ich natürlich die Gelenkfläche vom Radius an.

00:05:36: Wie ist der abgekippt?

00:05:37: Ist es eine Flexionsfektur, ist es eine Extensions?

00:05:40: Sind Sonderformen, ist das ne Bartenfraktur?

00:05:42: ja?

00:05:42: Das ist so wo ich zuerst draufschaube.

00:05:46: Okay also wir gucken ganz grob gesagt AP.

00:05:49: und seitlich wie ist die Gelingfläche frakturiert, dass sie betroffen oder nicht?

00:05:53: Wie weit ist sie abgekipped, wie weit ist es verkürzt?

00:05:57: Und du hattest schon so ein paar besondere Frakturen erwähnt, die Schoförfraktur.

00:06:01: Also die Fraktur des Prozessesus Styloidios radii dann die Bartenfraktor.

00:06:05: das ist ja eigentlich eine Kantenfraktor der Bohlarengelenkfläche und da gibt es noch den Reverse-Barten.

00:06:10: man kann es immer schöner machen dass dann die Abstärkfrakture der Dorsalen kannte.

00:06:16: Diese ganzen Sonderformen, die kann man sich glaube ich super gut mal in Ambus angucken.

00:06:21: Die sind immer so schwierig zu beschreiben.

00:06:23: Da gibt es ja noch die Di-Punch-Fraktur.

00:06:25: das war meine Lieblingsfraktur weil man die so selten sieht aber der Name ist so tolles.

00:06:28: Das ist eine Impressionsfaktur des Karnweins in die Gelenkfläche des Radius.

00:06:32: Sieht man wahnsinnig selten.

00:06:34: Aber wenn man sie übersieht ist immer blöd.

00:06:38: Ich finde das ja immer schwierig So Gelenke, wo so viele knöcherne Strukturen sind gut zu beurteilen im normalen Röntgenbild.

00:06:46: Da sind so viele Linien und dann soll man sagen wie stehen die ganzen Knochen zueinander?

00:06:51: Wie niederschwellig machst du bei den distalen Radiosfrakturen ein CT?

00:06:57: Im Wesentlichen würde ich sagen wenn es eine intratikuläre Fraktur ist, euch den Verdacht habe Dann ist das für mich schon mal ein Plus zu sagen okay vielleicht ne Schnittbildgebung.

00:07:09: Ich mache das auch tatsächlich abhängig davon, was so mir vor schwebt an Versorgung.

00:07:15: Sprich ist es ein junger Mensch?

00:07:16: habe ich da einen Anspruch dass sich wirklich alles ganz exakt haben möchte bei der er noch viel Vorsicht hat?

00:07:22: oder ist das ein älterer Mensch der in Anführungszeichen eigentlich wesentlich die Länge wiedergestellt haben muss?

00:07:28: Daran orientiere ich mich also auch an einem Alter.

00:07:30: also das kann man nicht irgendwie unterschlagen.

00:07:34: Und da würde ich sagen, junger Mensch und ich rede sowas von zwanzig, dreißig, vierzig, intraartikuläre Frakturen, würde ich gerne ein CT haben wollen?

00:07:43: Ja!

00:07:44: Da denke ich auch auf jeden Fall bei den intraarticulären Faktoren.

00:07:48: Wir sehen das ja auch oft dass wir das bei den älteren Patienten machen.

00:07:51: Da muss man sich natürlich immer hinterfragen hat es eine therapeutische Konsequenz oder nicht?

00:07:57: geht er gar nicht darum dass man sagt ist jemand im höheren Alter weniger Anspruch hat auf eine Versorgung, aber der Anspruch ist ja wie du sagst ein ganz anderer.

00:08:06: Beim jungen Menschen wollen wir die Vorderleistungsfähigkeit wieder haben.

00:08:09: beim ältere Menschen geht es ja um eine Schmerzarmut und dann um eine sehr gute Funktion im Alltag dass sie halt selbstständig sein können.

00:08:17: Jetzt kommt dieser Patient also wieder zu uns.

00:08:19: Wir haben nur ein konventionelles Röntgenbild bis hier hin und sehen wo die Faktor ist verkürzt und klassischerweise nach Dorsal abgekippt.

00:08:28: was nun?

00:08:29: Ja, wir sollten auch schauen wie viel Grad.

00:08:32: Also man sagt so bis zu zwanzig Grad kann man das bei alten Menschen in Anführungszeichen tolerieren.

00:08:38: Nichtsdestotrotz würde ich auch versuchen egal welches Alter eine Reposition durchzuführen und das sollte man sowieso eigentlich gelernt haben mit einer Bruchspaltanästhesie machen.

00:08:50: Und das ist ganz wichtig!

00:08:52: Never do it without...

00:08:54: Ich möchte es nicht ohne haben und die Bruchspeiteanäste sie ist auch nicht nett aber trotzdem Das hilft schon.

00:08:59: und erst dann würde ich tatsächlich, kann man sich überlegen entweder direkt manuell reponieren oder aber im Mädchenfänger aushängen.

00:09:07: Und dann nochmal manuell nachreponieren das sollte man schon machen Und dann entsprechend eigentlich auch erstmal ein Gips anlegen, nicht irgendwie auf die Idee kommen sofort eine Ortese oder irgendwas nähen gibt es und da muss man sagen ist auch so ein bisschen geht das nur hauferlohn leider unten in der Ambulanz.

00:09:23: Das stimmt.

00:09:24: also wir sehen ja dass man das eigentlich schon durch einen Zug in die Länge wirklich ganz gut wieder voreponiert bevor man dann wie du sagst manuell nochmal nachlegt nachtrückt dass er die sogenannte Liegamentotaxis Das ist ja, wenn man das röntgen will, sieht es täuscht immer.

00:09:40: Da sind diese ganzen Handwurzelknochen und das Teil Radius, das Teil Ulner und man denkt, das liegt alles zuneinander.

00:09:46: Und wenn man dann eine Operation macht, sieht man vor lauter Bändern überhaupt keinen Knochen?

00:09:51: Ja!

00:09:52: Weil's einfach eine wahnsinnig bandreiche Struktur ist mit auch sehr, sehr kräftigen Bändern.

00:09:55: und durch diesen Zug dieser Bänder kann man schon sehr viel erreichen in der Reposition.

00:10:01: Wir legen einen Gips an für die Retention und da ganz wichtig bis zur letzten Faser spalten.

00:10:08: Den primären Gips nie zirkulär lassen,

00:10:11: das

00:10:12: ist so die Frakturschild nach und wenn da keine Dehnungsflugel in dem Gips ist dann nimmt die Haut Schaden.

00:10:18: im schlimmsten Fall kann sogar zu einem Kompartnernsyndrom in den Bereich kommen.

00:10:23: aber wenn man das vollständig spaltet also wirklich bis zur Letzten Faser bedeutet auch dass die innerste Schicht des Muls durchgeschnitten ist.

00:10:32: dann passiert es eigentlich nicht.

00:10:35: Jetzt haben wir ja ganz häufig die Situation, dass wir diese Fraktur reponiert haben und wir haben sie im Gips retiniert.

00:10:42: Haben älteren Patienten und die Fraktor steht eigentlich

00:10:45: gut.

00:10:46: Also man hat eigentlich gar keine größeren Wünsche mehr und wie ich immer sage das gleiche Röntgenbild mit Platte drauf würde man als Operateur sofort nehmen.

00:10:59: Trotzdem sind wir auch bei den Älterinnenpatienten da relativ großzügig mit der Osteosynthese.

00:11:07: Warum?

00:11:09: Sagen wir so, ich glaube das sind unsere chirurgischen Vorstellungen dass wir dem Bild gerecht werden und deswegen muss man sich eigentlich den Patienten intensiv zu Gemüte führen d.h.

00:11:19: miteinander setzen.

00:11:20: die Indikation ist nicht nur abhängig von dem Bild sondern auch ganz klar abhängiger von den Patienten.

00:11:27: Und allein schon eine Interaktion, ein kurzes Gespräch.

00:11:30: gibt es schon viele Informationen.

00:11:31: ist er komplient hat da überhaupt einen Anspruch auf wirklich eine gute Funktion oder ist wirklich nur Schmerzfreiheit angesagt?

00:11:38: und dazu muss ich auch mal sagen Ich habe auch ne Menge Bilder gesehen vom Patienten die es fast gar nicht mehr gibt.

00:11:42: Es gibt noch diese hundertjährigen aber die der den Weltkrieg mitgemacht haben Die haben teilweise Gelenke wo ihr denkt okay damit können sie gar nicht bewegen und kommen mit der ganz anderen Seite weil da überhaupt keine Beschwerden sind.

00:11:53: also Das ist relativ, es gab auch mal diese Orchidsstudie.

00:11:58: Ich glaube die ist eigentlich nur abgebrochen worden weil wir Chirurgen, Handschirurge und Unfallchirurgen Angst hatten vor der Konsequenz vielleicht nicht zu operieren und deswegen häufig konvertiert sind.

00:12:08: also nicht alles muss man mir operieren Und ich glaube da kommen wir langsam hin.

00:12:13: Wir kommen auch zu anderen Ostesentese Verfahren die vielleicht ganz nett sind zum Beispiel Spanningplate ja kurz erwähnt die dann weniger invasiv sind.

00:12:22: Aber nicht so trotz, man muss wirklich nicht jede Fraktur des Taleradusfraktur operieren.

00:12:27: Wir sind aber noch ein Schritt weiter!

00:12:28: Man sollte sie zumindest behandeln und das sind wir wieder bei Ostebrose, da sind wir ja wieder bei Zentrum, Orthopädie und Unfallchirurgie.

00:12:34: Ich finde es ist eine ganz klare Indikatorfrakture erst recht teppigkant um dann nur nach vorne gestürzt.

00:12:39: also das ist auch ein wichtiger Teil der Nachbehandlung.

00:12:42: Ja auf jeden Fall als ich denke man muss erstmal was du auch gesagt hast sich klar sein, dass man nicht das Röntgenbild behandelt.

00:12:49: Das ist natürlich das Ziel, dass ein Röentgenbild eine gute oder akzeptable Stellung erreichbar wird – also schon klar!

00:12:56: Aber das sagt uns eigentlich noch gar nicht wie soll man es jetzt wirklich machen?

00:13:01: Ich habe ja damals die Orchid-Studie begleitet und viele Patienten sind nach zwölf Wochen zufrieden gewesen mit dem Ergebnis.

00:13:09: nach konservativer Behandlung, obwohl sehr anatomisch aussahen, nicht sehr gut.

00:13:18: Aber was mir alle Patienten durch die Bank gesagt haben war die ersten sechs Wochen waren furchtbar weil sie wahnsinnig eingeschränkt waren.

00:13:25: mit diesem Gips kommen viele alte Menschen nicht gut zurechtig.

00:13:29: Das fängt ja damit an mit der Körperhygiene Mit der Intimhygienie, mit Kochen, mit Einkaufen gehen im Supermarkt bezahlen und wenn das dann auch die dominante Hand ist das ist einfach schwierig.

00:13:42: aber Wenn ein Patient damit klar kommt, und das ist genau das was du gesagt hast die Anamnese.

00:13:48: Die Kunst der Anamnelse wenn er eine Familie hat wo der total aufgefangen ist dann ist es natürlich möglich das konservativ zu behandeln.

00:13:56: Das ist überhaupt nichts dagegen zu sagen.

00:13:59: Natürlich kann man in einer Operation vielleicht noch eine noch exaktere Stellung erreichen gibt aber auch manche operationen wo man sich am ende denkt Vielleicht wäre das konservativ doch besser gewesen, weil die Knochenqualität dann sehr schlecht war.

00:14:13: Man kann eine gute Verankerung für die Schrauben findet.

00:14:16: Das muss man schon abwägen.

00:14:17: Da hat man halt die Spanningplate als Alternative würde ich sagen und auch mit zur Hilfe, zur Entscheidungshilfe, abgesehen von einer anderen Nese in der guten klinischen Untersuchung ist auch die Klassifikationen.

00:14:28: Die sollten wir da auch noch kurz erwähnen und die AU-Klassifikations ist gängig.

00:14:33: Klar gibt es noch andere.

00:14:34: Es gibt einfach Extensionsfakturen, Flexionsfaktoren grundsätzlich.

00:14:38: Die sind instabiler.

00:14:40: Da bin ich auch schon Schiffbruch erlitten, hatte ich gedacht, es steht so super bei niedergelassenen Kollegen, das machen wir nicht.

00:14:44: und dann nach sechs Wochen stand das wirklich grauenvoll musste ich nach sechs wochen revidieren.

00:14:49: also das könnte man auch noch mit einbringen als Entscheidungshilfe zu sagen okay wir operieren oder nicht aber auch das Risiko einer Operation.

00:14:58: was gesagt Pergament haut Wir haben das schon gesehen.

00:15:02: Wir haben schon Wunderheilungsstörungen, die wirklich nach hinten losgegangen sind und dann haben wir viel mehr Schaden als vorher.

00:15:07: Du hast ja schon zweimal die Spanning-Blade erwähnt?

00:15:10: Was ist das für ein Implantat?

00:15:11: Das ist ja relativ neu!

00:15:13: Ja... Das ist im Prinzip ein fixer intern.

00:15:18: also wie wir es erkennen mit dem Außengestänge ist das praktisch eine längliche Platte in die vom Mittelhandknochen bis zum Radioschaft gebracht wird Und tatsächlich die Hand auf Länge bringen soll, diese Liegamento-Taxis und das in der Fixation.

00:15:34: Das Gute ist man braucht nicht viel Zugangswegses, es ist recht wie soll ich sagen einfach anzubringen.

00:15:42: Wir haben jetzt noch nicht so viele Fälle aber diese zwei drei, die das gemacht bekommen haben, die waren alle richtig gut.

00:15:47: Die waren in der Funktion gut von den Beschwerden her wirklich sehr gering Und das haben die dann auch entfernt bekommen.

00:15:53: Das wollten natürlich nicht vergessen und drin lassen, ewig kann man nicht ist eine zweite Operation notwendig aber dass das Outcome war bisher bei diesen wenigen Fällen sehr gut.

00:16:03: also man macht damit praktisch eine temporäre Arthrodese wenn du sagst von der Mittelhand bis zum Radius.

00:16:09: Die können also die des Handgelenkens derzeit nicht bewegen Aber das könnten sie ihm gibt es auch nicht, aber die haben ja die handfrei Wahrscheinlich mehr als im Gips.

00:16:18: Das bin ich mir ziemlich sicher, denn auch diese Druckstellen dann im Gipz und dieses Gewicht ist ja relativ, das sind noch eine schmale Platte.

00:16:26: Damit kommen die alten Menschen deutlich besser zurecht.

00:16:29: Beim jungen Menschen würde ich das nicht anwenden ehrlich gesagt da würde ich mal auf die Rekonstruktion hingehen.

00:16:35: aber beim Alten Menschen also wirklich von der Greifkraft her waren die alle hervorragend.

00:16:40: ein Faustschluss und volle Streckung in Handrückenebene war also toll.

00:16:45: Du hast ja gesagt, die Osteosynthese ist trotz allem was man mit der konservativen Therapie erreichen kann.

00:16:52: Eigentlich der Goldstandard in der Versorgung von der Distain-Radiosfraktur.

00:16:56: Was ist denn die Standardversorgung bei uns im Haus?

00:17:02: Also abgesehen jetzt von einer konservative Therapie immer noch mit Gipsanlage am Anfang, dann vielleicht zirkulären Cast.

00:17:09: Es ist halt die Operative mit einer winkelstabilen Plattenostasyntese.

00:17:12: Winkelstabilität das ist ja bei uns schon so ein fünfzehn-zwanzig Jahre Begriff ins Besonderheit gelenktnah.

00:17:19: der Vorteil ist einfach unschlagbar.

00:17:21: man hat eine Reposition jetzt intraoperativ offen meistens am Radius kann die Temporär nochmal halten mit zusätzlich Karten treten und dann kommt halt diese winke stabilitäts zum Zuge, dass die Schrauben wenn man sie festzieht sich nicht nochmal verkippen.

00:17:36: Und das Fragment was man gerade schön eingestellt hat gerade am Gelenk ebenfalls nicht verkippt.

00:17:41: dadurch und wir haben halt eine variable Winkelstabilität d.h.

00:17:45: Wir haben eine Angulation von zehn bis fünfzehn Grad und ich kann mir auch noch ein bisschen die Richtung der Schraube aussuchen.

00:17:51: Am Anfang war es vorgegeben mittlerweile ist das so... Das sind schon enorme Vorteile!

00:17:56: Auch die Ausrissfestigkeit von diesem Implantat ist einfach hervorragend Und ich glaube, wir haben eigentlich nur am Radus Winkelstabilität.

00:18:04: Zwei Hersteller haben wir gerade.

00:18:05: aber oder weiß nicht?

00:18:06: Wir haben nur Winkel.

00:18:07: Nur Winkel stabil für diejenigen, die in der klinischen Ausbildung noch ein bisschen weiter vorne sind.

00:18:14: das bedeutet ich habe eine Kraftschlussige Verbindung zwischen Schraube und Platte.

00:18:18: Das wird von vielen Herstellern so gelöst dass ich im Schraubenkopf einen Gewinde habe.

00:18:23: das passt genau zu einem Gewinde in der Platte passt und dadurch kann sich die Schrauben nicht aus der Platten lösen, wenn man das richtig anwendet.

00:18:31: Der Vorteil dieser winke-stabilen Platten ist auch die sind anatomisch vorgeformt.

00:18:35: Das heißt ich kann auch anhand der Platte meine Reposition kontrollieren oder aber sogar verbessern, wenn ich es richtig anbringe.

00:18:45: Nach dieser Plattenostesynthese, die wir ja in aller Regel in einem Plexusanesthesie machen also es wird nur der Arm betäubt und das klappt sehr zuverlässig Darf der Patient sofort wieder belasten.

00:18:58: oder wie gibst du den Patienten frei?

00:19:00: Also früh funktionell darf eigentlich alles bewegen.

00:19:05: Vielleicht am Anfang noch diese Optivuschine-Orthese ist das ein bisschen als Schutz, dass der Patient sich sicher fühlt und auch das Gewebe abschwellen kann.

00:19:15: Das ist zweimal geschwollen durch den Sturz selbst als Faktorereignis und natürlich durch uns die Operation über einen FCR Zugang zum Beispiel oder auch mal streckseitig oder in Kombination Aber auch nicht zu lange, er möge bitte dann anfangen.

00:19:29: Zu beüben die Flangfinger sowieso sofort und das Handgelenk aber auch zügig denn es kommt zur Vernarbung.

00:19:35: Es kommt zur Verkürzung ja und den Gegenzuwirken braucht man eine gute Rehabilitation.

00:19:42: Und da ist es was ich bei speziellen Fällen schon auf wie soll ich sagen eher Ergotherapeuten zurückgreife als auf allein kranken gemasten je nachdem was halt auch möglich ist.

00:19:55: Und da ist immer eine Engstelle, das weiß ich es gibt nicht viele Plätze für Reha und am Handgelenk aber die wenigen den nutzen wir halt schon.

00:20:04: Braucht jeder Patient der eine Osteosynthesamt des neuen Radios hatte eine Physiotherapie oder Ergotherapie?

00:20:13: Auch wiederum!

00:20:14: Nicht zwingend wenn's einfach nur darum ging zum Beispiel halt wieder den Längengewingen herzustellen und Schmerzfreiheit insbesondere natürlich bei den alten Menschen.

00:20:23: Da ist einfach, wie soll ich sagen?

00:20:24: Wir können ihn auch meistens wenn er nicht richtig kompleint ist und ich sage pass auf du darfst jetzt hier nicht viel anheben oder darfst nur belasten bis was ich war zwei drei Kilogramm.

00:20:33: das geht dann meistens nicht.

00:20:34: und da muss man sagen da is die Natur hilft sich selbst und wir lassen einen freien Laufen an für uns Zeichen denn die machen kein Handwerk mehr.

00:20:41: ja aber der komplante Patientin wird schon ziemlich dezidiert gesagt wie ihr was machen kann.

00:20:46: nach sechs Wochen machen wir noch mal ein Röntgen oder lassen das in Niedergelassen machen und wenn sich nichts verschoben hat, eine Konsolidierung auch stattgefunden hat dann wird er freigegeben.

00:20:55: zur Aufbelastung.

00:20:56: So ungefähr ist das Konzept!

00:20:59: Die Kontrolle nach sechs Wochen... Das schreibe ich auch immer in meine Briefe und lege auch immer Wert drauf.

00:21:06: Ich frage mich wie oft es tatsächlich die Stadt findet?

00:21:10: Ich gehe mal davon aus regelmäßig und da wird nie was Schlimmes gesehen, weil wir Patienten nach sechs oder nach zwölf Wochen bekommen mit einer Pseudodrosamthystereinradius ist ja eine Rarität.

00:21:19: Da kann ich mich kaum dran erinnern.

00:21:24: Das ist sicherlich etwas, das man mal untersuchen könnte ob es... überhaupt mal eine klinische Konsequenz hat, also eine Röntgenkontrolle nach Sitzbohren?

00:21:31: Ich glaube nicht.

00:21:31: Man sollte eigentlich nur dann ... Das müssen wir aber noch lernen, glaub ich auch.

00:21:34: Also alle Ärzte zusammen mehr auf den Patienten bezogen.

00:21:39: Wenn er zunehmende Beschwerden hat, wenn die Schmerzen zunehmen und die Beweglichkeit abnimmt, dann müssen wir vielleicht einfach schon vorzeitig nachschauen und konsequent mit einer Schnittbildgebung CTS das Beste um den Knochen zu beurteilen.

00:21:51: Beim SL-Band ist es was anderes, aber da würde ich sagen, sollt man darauf achten.

00:21:56: Gerade auch in der Nachbehandlung will ich noch darauf hinweisen, gerade wenn das nach sechs Wochen meistens schlechter wird.

00:22:02: Dann geht bei mir so ein kleines Lämmchen an A vielleicht doch Morbus Suddeck CRPS Komplex Pain Syndrome und da ist so ein paar Kriterien, ein paar Symptome auf die man achten sollte wie geschwollene Hand- und bläulich levide verfärbten kleinen Tremor vermehrte Behaarung dies beeindrucken, wenn man das sieht ja Und dann muss man einfach mal daran denken dann ist gar nicht eine Schnittbettgebung das Ziel führende, sondern eher die Konzentration des Neurologen.

00:22:31: Ja!

00:22:32: Da sind wir schon mitten im Thema der Komplikation.

00:22:34: Du hast gesagt CRPS natürlich in ne wahnsinnig gefürchtete Kompliktion... Die Stammhörer erinnern sich jetzt an den Podcast über Sprunggelenk wo wir auch schon das CRPS erwähnt haben.

00:22:45: Ich muss aber sagen ich sehe es häufiger an der Hand als am Sprunggelenk und Man sieht es tatsächlich nicht so selten, aber es wird selten daran gedacht.

00:22:56: Also was du gesagt hast ist ganz wichtig wenn die Patienten Schmerzen haben, die sich sonst nicht erklären lassen.

00:23:02: Man muss sagen sechs Wochen nach OP sind starke Schmerz nicht anders nicht wirklich zu erklären.

00:23:08: diese Temperaturunterschiede Die Verfärbung der Haut des vermehrte Spitzen Der Dremur das sind solche Alarmsignale Die müssen einem Spezialisten für das CRPS vorgestellt werden.

00:23:21: Das sind bei uns die Neurologen, es können anderen Kliniken die Schmerztherapeutin sein.

00:23:26: Das weiß man ja gerne wenn man da ist und wenn man in der Niederlassung ist dann sollte man die Patienten umgehenden einem Schmerzzentrum vorstellen weil das ist wirklich schlimm wenn das nicht behandelt wird.

00:23:38: Welche typischen Komplikation sehen wir denn noch nach Osteosynthesen am Systemradius?

00:23:44: Fangen wir mal ganz allgemein an.

00:23:46: Infekt, wobei ich muss sagen die Hand ist meistens so gut durchblutet.

00:23:50: Tatsächlich ist es eher rar aber es kann Infekt geben.

00:23:53: Nervenirritationen schon bei der Ausdussynthese kann's geben.

00:23:57: Vor allem der Medianus, der liegt ja wirklich in der Nähe des Zugangs?

00:24:01: Ja genau.

00:24:01: und FCR da brich man dann vorbei Aber auch zweizeitig, also wenn die Platte einfach ein bisschen zu weit distal liegt kann sie den Nerven irritieren.

00:24:12: Da kann sich aber auch die Beugesehne vom Daumen, die lange Beugensehne auch irritieren, wenn es nicht gut liegt dann muss man ein bisschen darauf eingeben.

00:24:19: und da bin ich schon wieder einen Schritt weiter geht hier auch mal irgendwann um die Metallinfernung.

00:24:23: Also grundsätzlich eigentlich machen wir keine mehr.

00:24:26: viele Patienten kommen noch mit der Frage Metallinfernung.

00:24:29: Und es muss schon wirklich ein hartes Kriterium geben, denn bei einer Metallempferdung haben wir ja auch Komplikationen gesehen.

00:24:34: Und die muss man rechtfertigen, dass das wirklich ein Benefit ist, das Metall rauszuholen.

00:24:38: und wenn die Platte zu schlecht liegt und dieser Flexopolisis Longus zu seriatiert ist, ist das für mich ein Argument.

00:24:45: bevor's reißt hatten wir auch schon lieber rausholen.

00:24:49: Das ist so der Klassiker, wo wir auch immer Sorge vorhaben, dass wir streckzeitig die Schraube einfach zu lang gebohrt haben oder eingebracht haben.

00:24:56: Dass dann die Extensor-Polizist Longos-Szene rupturiert?

00:25:00: Ja!

00:25:01: Aber muss ich sagen doch recht selten viel häufiger bei der Konservativen.

00:25:05: Ja komisch geltet stimmt

00:25:06: ja das ist irritierend aber es ist also trotzdem muss man's einfach mal erwähnt haben.

00:25:12: und selten ganz selten als Komplikation.

00:25:14: wirklich Pseudotrosen Also wo es nicht zusammenwächst, ich glaube da braucht man auch einfach ein bisschen Geduld manchmal.

00:25:21: Man sollte nicht jedes Röntgenbild überinterpretieren und eine Pseudatrose ist ja per Definition immer noch nach sechs Monaten.

00:25:29: Vorher ist das the Late Union.

00:25:32: Das hast du mit den Strecksehen.

00:25:33: Das ist ja superinteressant.

00:25:35: Sollte man sich nochmal am Anatomie-Atlas angucken die laufen strecksägtig durch die Strecksähenfächer So genug gesagt.

00:25:43: Aber die liegen ja unmittelbar dem Radius an.

00:25:46: und wenn die Schrauben, die man in der Regel ja von Wola einbringt da überstehen und man das nicht am Ende der Operation überprüft ob das alles gut ist dann sind sie tatsächlich gefährdet.

00:25:56: und Das ist eine ganz blöde Komplikation.

00:25:59: weil er bei der Patientin kommen sagt ich fragt tut zwar nicht mehr weh aber Ich krieg meine Finger nicht mehr.

00:26:04: gerade dass es das ist relativ blöd und unangenehm.

00:26:08: und auch Ja, es gibt genug Leute die dann auskunftsfreudig sind und sagen das liegt eben daran dass die Schraube viel zu lang ist.

00:26:16: Und da sind wir blöd zurechtfertigen.

00:26:18: also da sollte man wirklich darauf achten.

00:26:20: dort ist ihnen Fett gesagt.

00:26:21: das CRPS, Strecksehenverletzung, die Eiltation der Beugesehne finde ich gar nicht so selten.

00:26:26: wenn man die Platte halt nicht schön anlegt und da muss ich auch sagen... Man operiert halt nicht auf Zeit, sondern auf Qualität und man muss gucken dass die Platte richtig liegt.

00:26:37: Die Zeit muss man sich nehmen und das ist manchmal wirklich lästig diese Platte dann perfekt hinzulegen.

00:26:44: in den allermeisten Operationen ist es ja schnell geschehen weil man einfach wenn man das reponiert hat was auch in aller Regel gut geht legt sich die Platten von selbst dahin wo sie hingehört.

00:26:55: aber wenn das halt mal nicht so ist dann wirklich die zeit nehmen nochmal im Notfallschraube Neubohr und Schraube tauschen.

00:27:02: Na klar, ist halt so!

00:27:03: Weil eine Revisions-OP das ist ein absolut unnützenden Risiko für den Patienten da nochmal anzugehen Und das kostet dann noch mehr Zeit für alle.

00:27:13: Also insofern bin ich ganz weit hier, aber die Platten heutzutage machen uns ja auch das doch sehr angenehm.

00:27:19: Die sind ja anatomisch vorgeformt und dann gibt es auch extra welche, die für diese Flexopolizisten Longoszenen eine Aussparung haben.

00:27:26: also es gibt schon tolle Sachen auch für streckseitig, extra angeformte je nachdem was von der Frakturmorphologie dahinter steckt.

00:27:33: Ja ist das einiges machbar!

00:27:35: Absolut.

00:27:36: und trotzdem darf man nicht vergessen weil wenn vielleicht auch mal einem Ausland formuliert.

00:27:41: Es gibt wenige Studien, die sagen dass diese Platten der Kirschnatrat-Ostiosynthese auch beim Erwachsenen überlegen ist.

00:27:48: Wenn sie gut gemacht ist und da muss man halt auch sagen ja jede Osteosynthese die gut gemacht mit der man viel Erfahrung hat vor allem gute Erfahrungen hat ist gerechtfertigt.

00:28:03: in

00:28:04: Deutschland muss man sagen es die überwiegende Standardtherapie die winke stabile platten Osteo synthese Die Kirschener Drähte sind das nicht mehr, aber ich würde sagen trotz alledem beim Mittel, dass man auch anwenden kann.

00:28:17: Ja, aber immer noch finde ich der Fixateur externe und wir machen den auch selten weil wir denken hey!

00:28:22: Wir machen dann am Ende sowieso eine wingeschabte Platte drauf, aber der Fixator hat auch seine Vorteile und ausheilen lassen könnte man auch in dem nachdem.

00:28:31: Und da ist natürlich die Spanningplate besetzt diese Lücke zwischen diesen beiden Implantaten ganz gut und ich glaube, dass da auch demnächst mehr kommen wird.

00:28:39: Und das finde ich spannend, obwohl es so ein Klassiker ist, den wir ja jeden Tag mehrfach sehen.

00:28:44: Ist da die Entwicklung noch überhaupt nicht am Ende?

00:28:46: Ja!

00:28:47: Und eigentlich weiß man, dass ganz viele Wege zu einem Erfolg führen.

00:28:53: Am Ende habe ich immer gerne drei Tipps für Studierende in der Therapie der Disziplin-Radiosfraktur.

00:29:01: Welche drei Tippen, wenn man es auf drei beschränken kann, würdest du den Studierenden mit auf dem Weg geben?

00:29:08: Ah, gar nicht so einfach weil mir durch den Kopf geht.

00:29:11: Aber ich finde der Anfang ist immer ganz wichtig heraus zu bekommen was eigentlich der Patient am Ende will.

00:29:20: man muss natürlich auch aufklären darüber welche Optionen man hat mit allen Konsequenzen welche Risiken es gibt wie meistens der Benefit aussieht.

00:29:29: Also das auch schon mal herausbekommen, was hat man eigentlich für den Patient klar in Kombination mit der Klassifikation?

00:29:34: Die sollte man schon so ein bisschen intraartig oder extraartikulär und mehr Fragment in diese Richtung.

00:29:41: Oder Beuge also Flexions- oder Extensionsfraktur dieses eine gute Anamnese mit der Diagnostik, mit einer einfachen Reunendiagnostikum Das bringt uns schon enorm weit.

00:29:51: Was machen wir eigentlich mit diesen Patienten?

00:29:53: Also das ist, finde ich elementar und das ist der erste Tipp.

00:29:59: Der zweite, man kann tatsächlich... Das ist uns so freund weil wir überwiegend gar nicht mehr machen oder operieren.

00:30:06: aber über eine gute Reposition in den Bruchspaltern ist sie eine Menge erreichen und man kann die Patienten aus dem Risikogebiet der Operation herausbringen.

00:30:17: Und ich glaube, da ist es ein.

00:30:18: Zweite.

00:30:19: Dass man sich da noch Sachen aneignet die in der Ambulanz noch von einigen richtig gekonnt werden.

00:30:26: und das Dritte ist was wir vielleicht auch so ein bisschen haben noch unter den Tisch fallen lassen aber diese Kombination für später dann in der Operation mit dieser Schnittbildgebung, also ein CT.

00:30:37: Seltener muss ich sagen für die Radisfrukturen in MRT aber man kann sich ja das auch dreidimensional anschauen und man kann da den Knochen extrahieren und nochmal orientieren was für einen Zugang wähle ich das?

00:30:48: Und sich wirklich vorher hinsetzen vor der OP und planen wie ich welches Implantat.

00:30:55: wir haben so viele am besten Einsätze und Nutzer und ich finde das sind so Dinge die ich gerne mitgeben würde.

00:31:01: Gilt der alte Spruch von Professor Sorter ein großer Unfallchirurg, der mal gesagt hat.

00:31:06: Decision is more important than incision also gute Planung, Analyse der Röntgenbilder mit den Patienten sprechen und dann mit dem Patienten gemeinsam eigentlich die beste oder die geeignete Therapie für diesen Patienten finden Und wie du gesagt hast Ein bisschen lieber auf die primäre Reposition liegen.

00:31:27: das ist mit einer mit einem gut gemachten Gips ruhig steinen, dann ist eigentlich den Patienten viel geholfen.

00:31:33: Super Erik!

00:31:33: Vielen Dank.

00:31:34: Oli ich danke.

00:31:35: Das

00:31:36: war super interessante Folge und ich hoffe ihr habt jetzt das nötige Rüstzeug um die Distanzradius-Raktoren zu behandeln.

00:31:42: also Tschüss.

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